„Rotlichtpate” steht in Köln erneut vor Gericht

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Köln. Ein als „Rotlichtpate” bekannt gewordener Mann muss sich ab Montag (17. Januar) unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erneut vor dem Kölner Landgericht verantworten. Dem 40-jährigen Bülent B. werden räuberische Erpressung, Drogenhandel und Urkundenfälschung zur Last gelegt.

Zuletzt war der Angeklagte im Jahr 2000 vom Kölner Landgericht zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Massive Gewalt angedroht

Seit März 2010 sitzt B. in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Kontrahenten im Drogen- und Rotlichtmillieu mit erheblichen Repressalien bedroht und unter Druck gesetzt zu haben. So soll er einen „Geschäftspartner” im holländischen Venlo zusammengeschlagen und von ihm ein „Strafgeld” in Höhe von 70.000 Euro verlangt haben. In einem anderen Fall soll er von einem weiteren Mann 120.000 Euro in bar gefordert haben.

Laut Staatsanwaltschaft hatte er damit gedroht, die Ehefrau und Tochter des Erpressungsopfers zu vergewaltigen und zu strangulieren, falls kein Geld gezahlt würde. Bülent B. soll daraufhin mehrere tausend Euro sowie ein Auto und Schmuck erhalten haben.

Darüber hinaus legen die Ermittler dem 40-Jährigen zur Last, mit erheblichen Mengen Rauschgift gehandelt zu haben. In der Anklage ist die Rede von 27 Kilo Marihuana und Anabolika im Wert von 65.000 Euro. Für den Prozess sind zunächst 14 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll frühestens Ende Februar verkündet werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert