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Rote Zahlen: Blokker-Kette schließt Hunderte Filialen

Von: Marc Heckert
Letzte Aktualisierung:
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Die Blokker-Gruppe ist mit rund 550 Ladengeschäften in praktisch jeder niederländischen Stadt vertreten. Symbolfoto: Colourbox

Amsterdam/Aachen. Der niederländische Kaufhauskonzern Blokker hat angekündigt, Hunderte von Filialen zu schließen und fast 2000 Stellen abzubauen. Die Haushaltswarenhändler ist auch im Grenzland an etlichen Standorten vertreten, etwa in Vaals, Heerlen, Kerkrade und Landgraaf. Trennen will sich der Konzern von seinen Ketten, darunter auch in Deutschland bekannte Namen wie Xenos und Intertoys.

Insgesamt sollen rund 100 unrentable Blokker-Filialen und weitere 100 des Tochterunternehmens Marskramer geschlossen werden, berichten niederländische Medien am Dienstag. Die Haushaltswarenkette Blokker ist mit rund 550 Niederlassungen praktisch flächendeckend in den Niederlanden vertreteten und auch in Belgien und Luxemburg aktiv. Die mehr als 230 ebenfalls auf Haushaltswaren ausgerichteten Marskramer-Läden sind unter anderem in Heerlen, Susteren und Margraten zu finden.

Zur bereits mehr als 100 Jahre alten Blokker-Gruppe mit Sitz in Amsterdam gehört noch ein gutes Dutzend international tätiger weiterer Ketten, darunter die Spielwarenhändler Intertoys und Maxi Toys mit zusammen fast 600 Ladengeschäften, die Xenos-Läden für Haushalts- und Geschenkewaren mit rund 260 Filialen, die Leen-Bakker-Einrichtungsgeschäfte und die Sonderangebote spezialisierte Kette Big Bazar.

Auch hierzulande ist der Konzern aktiv: Xenos ist an fast 70 Standorten in ganz Deutschland vertreten, darunter auch mit einer Filiale im Aquis Plaza. Intertoys betreibt etwa rund 25 Filialen in Nordrhein-Westfalen, eine davon im Einkaufszentrum Aachen Arkaden. Die Ketten will der Konzern verkaufen, von Schließungen und Stellenabbau sollen sie nicht betroffen sein.

Welche Blokker- und Marskramer-Filialen ihre Türen schließen müssen, werde in den nächsten Monaten bekanntgegeben, hieß es. Der Sanierungsplan für den in roten Zahlen steckenden Konzern erstreckt sich über die kommenden zwei Jahre. Als Hauptgrund für die finanzielle Schieflage nennt die niederländische Tageszeitung „Algemeen Dagblad“ die harte Konkurrenz auf dem Binnenmarkt. Die Blokker-Gruppe erzielte 2014/15 einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro bei einem Verlust von 20 Millionen.

Blokker beschäftigt europaweit insgesamt rund 13.500 Mitarbeiter. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 800 Stellen gestrichen worden. Erst im Februar hatte der Konzern bekanntgegeben, fast 70 seiner 190 Filialen in Belgien zu schließen.

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