Romanistik-Aus: Fakultätsrat stimmt erneut dagegen

Von: Angela Delonge
Letzte Aktualisierung:
RWTH
Ob das Fach Romanistik in Aachen bleibt, ist immer noch offen.

Aachen. Der Streit um die geplante Schließung der Romanistik an der RWTH Aachen geht in die zweite Runde: Erneut tagte am Mittwoch der Rat der Philosophischen Fakultät der RWTH, und wieder stimmte eine knappe Mehrheit gegen die Abschaffung der Lehramtsstudienfächer Französisch und Spanisch. Die Schließung ist damit allerdings weiterhin noch nicht vom Tisch.

Mit dem Votum vom Mittwoch liegt nun ein rechtskräftiger Beschluss vor, mit dem sich das Rektorat auseinandersetzen muss. Entgegen anders lautender Medienberichte ist aber weiterhin nicht sicher, dass das Fach Romanistik an der RWTH Aachen langfristig erhalten bleibt.

Nach Aussage der RWTH-Pressestelle will das Rektorat nun zunächst erneut das Gespräch mit den Fakultätsvertretern suchen, um Befürchtungen auszuräumen und mögliche Konzepte zu diskutieren. Erst wenn man hier zu keiner einvernehmlichen Lösung kommt, wird das Rektorat den Beschluss des Fakultätsrats prüfen und diesen gegebenenfalls beanstanden. Letzten Endes muss und wird es aber einen Rektoratsbeschluss geben, um wie geplant ab Wintersemester 2015/16 keine Immatrikulationen mehr für Französisch und Spanisch zuzulassen.

Schon vor drei Wochen hatte der Fakultätsrat mit sechs zu fünf Stimmen gegen die Einstellung der Lehramtsstudienfächer Französisch und Spanisch gestimmt. Damit war der Dekanatsantrag auf Schließung zunächst einmal vom Tisch. Um das Einvernehmen zwischen Dekanat und Fakultätsrat wiederherzustellen, tagte daraufhin der Ältestenrat. Es galt, einen neuen Antrag gegen die geplante Abschaffung der Studiengänge zu erarbeiten. Dieser wurde am Mittwoch wiederum angenommen.

Die Fakultät geht nun fest davon aus, dass die Romanistik in Aachen bleibt. Eine Uni sei gut beraten, wenn sie sich an die Entscheidung der eigenen Gremien hält, hieß es. Man ist sicher, dass das Rektorat nun stärker über seine Rolle in der Region nachdenken werde. Die Schließungspläne seien vor allem „pragmatischer Natur“ gewesen.

Das Ziel, die RWTH als integrierte Technik-Uni mit einer profilierten Philosophischen Fakultät in die Zukunft zu führen, hat das Rektorat auf seine Fahnen geschrieben. Ob die Ausbildung von Französisch- und Spanischlehrern in dieses Konzept hineinpasst, wird sich nun möglicherweise doch noch finden.

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