Roda Kerkrade kämpft gegen die Insolvenz

Von: rom
Letzte Aktualisierung:

Kerkrade. Roda Kerkrade kämpft gegen den sportlichen Misserfolg, Roda Kerkrade kämpft darum, den eigenen Fans die Fusion mit Fortuna Sittard schmackhaft zu machen - und Roda Kerkrade kämpft gegen den drohenden wirtschaftlichen Bankrott.

Drei Millionen Euro fehlen dem Traditionsverein. Das Fachmagazin „Voetbal International” berichtet, dass Roda nicht mehr in der Lage ist, die Gehälter und Hypotheken zu begleichen. Bisherige Geldgeber wie der Immobilienkonzern Stienstra oder der Textilfabrikant Arnold Hendriks sind nicht mehr bereit, dem Klub noch einmal unter die Arme zu greifen.

„Von externen Sponsoren haben wir nichts mehr zu erwarten. Viele Menschen haben uns bereits geholfen. Aber die jetzigen Probleme können auch sie nicht mehr aus der Welt schaffen”, sagte Roda-Direktor Huub Narinx.

Letzter Ausweg aus der drohenden Insolvenz: Der Rat der Gemeinde Kerkrade berät am Mittwochabend darüber, das Etat-Loch zu stopfen. Im Gegenzug erhält die Stadt die Mehrheitsbeteiligung am Parkstadt Limburg Stadion, der Klub könnte bis zum Saisonende noch einmal durchatmen.

„Fällt die Entscheidung negativ aus, dann wird die Situation dramatisch, eine Pleite ist nicht auszuschließen”, schildert Narinx die Lage in düsteren Farben.

In Insider-Kreisen wird allerdings erwartet, dass die Kerkrader Politiker dem Ansinnen zustimmen werden, um zu verhindern, dass im Stadtgebiet ein modernes Fußballstadion steht, das nicht bespielt wird. Schießt die Gemeinde die erforderlichen drei Millionen Euro, die den Spielbetrieb bis Saisonende sichern, zu, bekommt sie von Roda Kerkrade weitere fünf Prozent Beteiligung und hält anschließend 50,01 Prozent der Stadionanteile.

Das Finanzloch ist entstanden, weil Roda zu Saisonbeginn kein Millionen-Spielerverkauf gelungen ist und aufgrund der schlechten Tabellensituation die Fernsehgelder weniger üppig fließen als erwartet.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert