Rieu findet Vorwurf der Kinderarbeit „absurd“

Von: Helmut Hetzel
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Geht in Berufung: Andre Rieu Foto: dpa

Den Haag. Der niederländische Stargeiger André Rieu wurde in seiner Heimat zur Zahlung eines hohen Bußgeldes wegen Kinderarbeit verurteilt. Rieu ließ im Jahr 2015 bei zahlreichen Auftritten seines Orchesters den bekannten rumänischen Panflötisten Gheorghe Zamfir mit seinem Orchester und seiner Tanzgruppe auftreten.

Sowohl im Orchester als auch in der Tanzgruppe Zamfirs waren Jugendliche beteiligt. Das gefiel dem niederländischen Jugendschutzamt nicht. Es verhängte gegen Rieu und dessen Produktionsgesellschaft ein Bußgeld in Höhe von 3000 Euro pro Auftritt und für jeden minderjährigen Jugendlichen.

,,Insgesamt ist da eine Summer herausgekommen mit der man sich ein Einfamilienhaus kaufen kann,‘‘ sagte Rieu. Er findet den Bußgeldbescheid wegen angeblicher Kinderarbeit „absurd und abwegig“. „Ich habe die Jugendlichen sogar noch in den Efteling eingeladen. Sie hatten die Zeit ihres Lebens,‘‘ sagte Rieu weiter.

Kritisch sieht der niederländischen Walzerkönig auch die Vorgehensweise des Jugendschutzamtes, dass den Bußgeldbescheid erst am Ende der Konzertserie übergeben habe. „Sie haben gewartet, bis alle Konzerte gespielt waren. Sie hätten auch nach dem ersten Konzert schon zu mir kommen können“, sagte Rieu. Dann hätte er reagieren können. Rieu will gegen den Bußgeldbescheid in Berufung gehen, kündigte er an.

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