Düren - Riesen-Kran am Windpark umgestürzt

Riesen-Kran am Windpark umgestürzt

Von: cs
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Die Arbeiter, die derzeit im Windpark Echtz sechs Windräder aufstellen, haben am Mittwochnachmittag wohl einen gehörigen Schrecken bekommen: Der Montagekran fiel zu Boden.
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Die Arbeiter, die derzeit im Windpark Echtz sechs Windräder aufstellen, haben am Mittwochnachmittag wohl einen gehörigen Schrecken bekommen: Der Montagekran fiel zu Boden.

Düren. Die Arbeiter, die derzeit im Windpark Echtz sechs Windräder aufstellen, haben am Mittwochnachmittag wohl einen gehörigen Schrecken bekommen. Vor ihren Augen kippte ein riesiger Montagekran um. Die Augenzeugen berichten von einem fast gruseligen Krachen, Knallen und Ächzen, während der rote Schwerlastkran, der 750 Tonnen Hubkraft hat, das Gleichgewicht verlor.

Schwer beschädigt lag er schließlich am Boden. Schnell eilten die Kollegen mit einer Leiter herbei, um den Kranführer aus der Kabine zu befreien, die sich nach dem Unglück drei Meter über dem Erdboden befand. Der Kranführer erlitt einen Schock und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Der Schaden dürfte in die Hunderttausende gehen.

Im Windpark Echtz werden derzeit sechs Windräder mit einer Höhe von jeweils 186 Metern errichtet. Entsprechend groß dimensioniert sind die Montage-Kräne. Der umgestürzte Kran baut die Betontürme, die die Grundlage der Windräder bilden. Zwei hatte er bereits fertig.

Das Unglück geschah bei der Fahrt des Krans von der zweiten Windrad-Baustelle zur dritten über eine eigens angelegte und verdichtete Schotterstraße. Der Weg hätte nach Informationen unserer Zeitung etwa 500 Meter betragen. Plötzlich, berichten Augenzeugen, habe der Kran sich während der Fahrt zunächst langsam und dann immer schneller geneigt, bis er nach wenigen Sekunden krachend aufgeschlagen sei.

Der Hersteller des Windrades, Enercon aus Aurich, sagte gegenüber unserer Zeitung, dass der Kran mit ausgefahrenem Ausleger in einer Kurve von einer Windböe erfasst worden sei. Der Geschäftsführer der REA GmbH, Betreiber der Windräder, betont demgegenüber, dass es sich um einen sich selbst ausbalancierenden Schwerlastkran gehandelt habe. Auch der Schotterweg habe nicht nachgegeben. Geschäftsführer Hans-Willi Schruff geht deswegen zunächst von einem technischen Defekt des Krans aus. Dessen Bergung wird nach Angaben von Schruff bis Donnerstagmorgen dauern. Danach soll der Kran untersucht werden.
 

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