Rheinisches Braunkohlenrevier soll sich um Regionale 2022 bewerben

Von: red
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Düsseldorf/Eschweiler. SPD-Vertreter aus unserer Region machen sich dafür stark, dass sich das Rheinische Braunkohlenrevier um eine der kommenden Regionalen bewirbt.

Die Regionalen sind ein Strukturförderprogramm in NRW, über deren Vergabe eine Fachjury entscheidet. Die Bewerbungen für den Wettbewerb für die Regionalen 2022 und 2025 müssen bis zum 9. Dezember bei der Landesregierung vorliegen.

„Eine Bewerbung um die Regionale hätte eine hohe inhaltliche und moralische Legitimation“, teilte Stefan Kämmerling, SPD-Landtagsabgeordneter aus Eschweiler, gestern mit. Das Rheinische Braunkohlerevier und seine Menschen hätten über Jahrzehnte die Energiesicherheit, schwerindustrielle Produktion, Wertschöpfung und Wohlstand in vielen Teilen des Landes sichergestellt. „Jetzt sind wir dran!“, so Kämmerling. Es erscheine nicht vermessen, ein monetäres Volumen von rund 100 Millionen Euro zu erwarten. Die bislang einzige Regionale in unserer Region, die Euregionale 2008, hat zu Investitionen von etwa dieser Größenordnung in unserer Region geführt.

Als Grundlage der neuen Bewerbung könnten 75 Projekte dienen, die dank der bestehenden Gesellschaft Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) bereits für das Revier entwickelt worden seien. Kämmerling. „Das wird bei einer Bewerbung definitiv ein Alleinstellungsmerkmal darstellen“.

Forderung an die NRW-SPD

Mitentwickelt wurde die SPD-Idee der Regionalen-Bewerbung unter anderem von Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram, dem Bundestagsabgeordneten Dietmar Nietan und dem Landtagsabgeordneten Peter Münstermann.

Bertram und der Niederzierer SPD-Bürgermeister Hermann Heuser gehören auch zu den Unterzeichnern eines „Elsdorfer Appels“ an die NRW-SPD. Darin heißt es, dass der anstehende Strukturwandel im Braunkohlenrevier Konsequenzen für das Wahlprogramm der SPD haben müsse. Gefordert wird unter anderem der Aufbau einer technischen Fachhochschule im Revier, ein „adäquater landesplanerischer Ausgleich“ für den Flächenverlust und der Aufbau moderner Infrastruktur nach dem Verlust vieler Verkehrsachsen etwa durch Restseen.

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