Region hilft: Blutspenden für EHEC-Opfer

Von: cs
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Aachen. Die Bereitschaft in unserer Region, EHEC-Erkrankten zu helfen, ist enorm. Das Uniklinikum Aachen (UKA) registriert seit Freitag ein um 30 Prozent gestiegenes Blutspendeaufkommen.

„Die Menschen stehen bei uns Schlange, um Blutplasma zu spenden”, sagte die Leiterin des Instituts für Transfusionmedizin am UKA, Gabriele Hutschenreuter, auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Aachener Transfusionsmediziner hatten am Donnerstag voriger Woche 8000 Spender angeschrieben, die in den vergangenen zwei Jahren Blutplasma gespendet hatten, aber kein weiteres Mal gekommen waren. Blutplasma darf generell erst nach einer Quarantäne von mindestens vier Monaten verwendet werden, wenn nach Ablauf dieser Frist auch eine Folgespende keinen Hinweis auf eine Erkrankung oder Infektion aufweist. „Die Reaktion auf unsere Aktion ist unglaublich und freut uns sehr”, sagte Hutschenreuter.

Das gespendete Blutplasma wird im Uniklinikum Hamburg-Eppendorf dringend benötigt. Täglich müssen dort die EHEC-Erkrankten mit 500 Blutplasma-Einheiten versorgt werden. In Aachen liegen jetzt 700 Beutel mit Quarantäne-Blutplasma für die Blutgruppen 0 und A bereit, die ans Robert-Koch-Institut und das Bundesgesundheitsministerium als frei verfügbar gemeldet wurden. Beide Stellen hätten unabhängig voneinander alle Kliniken und Blutspendedienste gebeten, freies Quarantäne-Blutplasma zu melden, sagte Hutschenreuter.

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