Referendare zieht´s verstärkt nach NRW

Von: tka
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Während in den anderen Bundesländern die Lehrerausbildung zurückgefahren wird, haben in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr rekordverdächtige 8500 neue Referendare ihre Arbeit aufgenommen.

Es wären sogar 9000 möglich gewesen, denn so viele sogenannte Einstellungsermächtigungen sind im Landeshaushalt vorgesehen. Während in Niedersachsen die Lehrerausbildung beispielsweise mit einem Numerus Clausus versehen wurde und in Ländern wie Hessen und Bayern die Kapazitäten deutlich geringer ausfallen als in der Vergangenheit und lange Wartelisten geführt werden, bemühe man sich in NRW, „allen, die wollen, auch einen Platz anbieten zu können”, erklärt Nina Heil vom Pressereferat des Schulministeriums. Das nährt die Kritik der Lehrerverbände, die dem Ministerium vorwerfen, es ginge nicht um Ausbildung sondern allein darum, Lehrermangel aufzufangen.

Zum 1. November haben 4400 neue Referendare ihren Dienst angetreten. Auffallend ist, dass 20 Prozent von ihnen nicht aus NRW sondern aus anderen Bundesländern stammen. Weil sie eben nur noch hier Ausbildungschancen sehen. Sie sind dann auch die ersten, die den neuen auf 18 Monate verkürzten Lehramtsstudiengang antreten. Auch diese Verkürzung der Ausbildung wird kritisiert. Im Schulministerium erklärt Heil dagegen, dass die großflächige, verkürzte Ausbildung allein ein Ziel verfolge: „Wir wollen gut ausgebildete Lehrer aus dem eigenen Bestand und gehen davon aus, dass wir in Zukunft auf unseren eigenen qualifizierten Nachwuchs setzen können.”

Derzeit befinden sich in NRW 18.000 junge Menschen im Vorbereitungsdienst auf den Lehrerberuf. 16.000 absolvieren das klassische Referendariat, 2000 sind Seiteneinsteiger vor allem in Mangelfächern. Für sie alle gilt aber auch, dass über Bedarf ausgebildet wird. Heil: „Die Einstellungschancen hängen letztlich von Schulform und Fächern ab. Nicht alle werden eine Anstellung finden.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert