Rechtes Mobbing beschäftigt auch den Integrationsausschuss

Von: epd/mgu
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Dirk Weinspach, Polizeipräsident in Aachen, hat zwei Polizeianwärter aus seiner Behörde suspendiert. Foto: Steindl

Aachen/Düren/Düsseldorf. Der vor einer Woche bekanntgewordene Fall von rassistischem Mobbing unter Polizeianwärtern in Aachen hat am Mittwoch auch den Integrationsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags beschäftigt.

In einer aktuellen Viertelstunde erklärte der zuständige Abteilungsleiter im NRW-Innenministerium, Wolfgang Düren, das Auswahl-Verfahren für Polizeianwärter sei sehr aufwendig und dauere bis zu sechs Monaten. Dabei stehe auch die Persönlichkeit der Bewerber auf dem Prüfstand. „Notwendig für den Beruf des Polizeibeamten ist ein positives Menschenbild“, sagte Düren. Eine „Gesinnungsprüfung“ finde aber nicht statt.

Der Aachener Polizeipräsident hatte zuletzt zwei Polizeianwärter aus suspendiert. Entlassungsverfahren sind eingeleitet. Der Haupttäter hatte eine Studienkollegin rassistisch beleidigt, der vorgestern suspendierte junge Mann gilt als „Mitläufer“. Beide hatten fremdenfeindliche Bilder in sozialen Netzwerken gepostet.

Düren sagte im Integrationsausschuss, man lege Wert auf „größte Integrität“. Er hoffe, dass der Fall und seine Aufarbeitung auch „eine erzieherische Wirkung auf die ganze NRW-Polizei“ haben werde.

Polizeipräsident Weinspach hatte betont, dass beide Suspendierten nicht einschlägigen rechten Gruppierungen zugeordnet werden können. Bei der routinemäßigen Überprüfung im Einstellungsverfahren habe es keine Hinweise auf eine erchte Gesinnung gegeben.

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