Heerlen - Razzia in Heerlen: Verdacht auf Geldwäsche in Überweisungsbüro

Razzia in Heerlen: Verdacht auf Geldwäsche in Überweisungsbüro

Von: lea/hau
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Wechselstube Geldtransfer Money Transfer Operator Symbolfoto: Marcus Brandt/dpa/lno
Wegen des Verdachts auf Geldwäsche wurde am Dienstag auch in Heerlen eine Wechselstube durchsucht. Symbolfoto: Marcus Brandt/dpa/lno Foto: Marcus Brandt/dpa/lno

Heerlen. In einer groß angelegten Aktion hat die niederländische Polizei landesweit 32 Überweisungsbüros und Finanzdienstleister kontrolliert, so auch am Dienstag ein Büro in Heerlen. Hintergrund der Razzia ist der Verdacht auf Geldwäsche.

Überweisungsbüros und Anbieter von weltweitem Bargeldtransfer („Money Transfer Operators“) sollen regelmäßig dazu genutzt werden, um Schwarzgeld aus Drogenhandel oder illegalen Wettgeschäften zu waschen. Die Zahl dieser Büros in den Niederlanden war nach einer europäischen Vereinheitlichung der Gesetzgebung im Jahr 2009 in den Niederlanden explosionsartig gestiegen, von etwa 100 auf 1500, da dort relativ einfach Transaktionen innerhalb Europas vorgenommen werden können.

Der Verdacht auf Geldwäsche bestand auch bei dem Büro in Heerlen. Dort wurden am Dienstag Unterlagen, Geld, Firmenbestände und Armbanduhren konfisziert. Während der Aktion wurde auch ein gestohlenes Auto gefunden. Verhaftungen gab es jedoch keine.

In der landesweiten Aktion arbeiten die Polizei, die Staatsanwaltschaft, das Finanzamt, die Handelskammer, der Zoll, die niederländische Bank und verschiedene Gemeinden zusammen. Dabei wurden Dutzende von als gestohlen oder vermisst gemeldeten Ausweispapieren entdeckt, die wahrscheinlich für sogenannte ID-Betrügereien verwendet wurden. Ein Kantor in Utrecht wurde sofort geschlossen. Es war als Reisebüro getarnt, die letzten Urlaubsprospekte, die dort gefunden wurden, stammten aber aus 2009

Ob sich der Verdacht in Heerlen erhärtet, werden die weiteren Ermittlungen zeigen.

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