Raubüberfälle auf Discounter: SEK stürmt Hotel

Von: Sonja Essers
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Polizei SEK
Ein Sondereinsatzkommando rückte extra aus Köln an. Foto: Boris Roessler/dpa

Städteregion. Nach mehreren bewaffneten Raubüberfällen auf Lebensmitteldiscounter in der Städteregion, konnte die Aachener Polizei nun zwei Tatverdächtige festnehmen. Noch am Samstagabend hatte ein Täter in Stolberg an der Prattelsackstraße einen Discounter überfallen.

Nur einen Tag später schnappte die Polizei in Eschweiler zu. Ein 20-Jähriger ohne festen Wohnsitz wurde in einem Hotel an der Kochsgasse durch Spezialeinsatzkräfte der Polizei festgenommen. Zeugen und Ermittlungen hatten die Beamten auf die Spur gebracht. Weil jedoch der Verdacht bestand, dass der Tatverdächtige bewaffnet sein könnte, wurden Spezialeinsatzkräfte zur Festnahme eingesetzt.

Rund eine Woche zuvor hatte der 20-Jährige das Zimmer gebucht und sei „nie auffällig in Erscheinung getreten“, wie der Pächter auf Nachfrage unserer Zeitung am Dienstag erläuterte. Die Beamten überraschten den 20-Jährigen, der auf seinem Bett lag und Fernsehen schaute, als sie mit einem Rammbock die Tür des Zimmers aufbrachen. Bei der Durchsuchung des Hotelzimmers fanden die Beamten eine größere Bargeldsumme, Bekleidungsstücke, die er  bei mehreren Taten getragen haben könnte und ein Messer. Die Gegenstände wurden sicher gestellt. Gegen den Haupttäter wurde durch das Gericht ein Haftbefehl erlassen. Er wurde am Montag dem Haftrichter vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Des weiteren konnten die Beamten einen 44- jährigen Eschweiler ermitteln und vorläufig festnehmen. Er steht im Verdacht, dem Haupttäter in einigen Fällen Beihilfe geleistet zu haben. Er soll das Fluchtfahrzeug geführt haben, einen silbernen Mercedes, den Zeugen nach der letzten Tat gesehen hatten. Der 44- Jährige verbleibt derzeit in Haft, da gegen ihn in anderer Sache noch ein Haftbefehl bestand.

Der Hauptverdächtige soll nicht nur einen Discounter in Stolberg überfallen haben. Er steht im Verdacht, weitere Überfälle auf ähnliche Art und Weise begangen zu haben. So auch in Würselen am alten Kaninsberg  und an der Krefelder Straße sowie in Eschweiler am Langwahn und an der Indestraße.

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