Rassistischer Angriff auf Schiedsrichter: Mehrere Strafen für SV Marienberg

Von: jpm
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Dem SV Marienberg werden sechs Punkte wegen Ausschreitungen am Rande des Spiels gegen Teveren abgezogen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Die Spruchkammer des Fußballverbands Mittelrhein hat nach den Ausschreitungen bei der Kreisligabegegnung zwischen Germania Teveren III und dem SV Marienberg harte Konsequenzen gezogen. Diese fallen ausnahmslos zum Nachteil des SV Marienberg aus.

So werden der Mannschaft für die laufende Saison sechs Punkte abgezogen. Außerdem wurden mehrere Spieler gesperrt, einer von ihnen für die Dauer von einem Jahr wegen tätlichen Angriffs auf den Schiedsrichter. Zwei weitere Spieler erhielten ebenfalls Sperren wegen diskriminierender Äußerungen und Beleidigungen gegenüber dem damals eingesetzten Unparteiischen. Ein vierter Spieler hingegen wurde von der Spruchkammer freigesprochen.

Kaum nachvollziehbar

Auslöser der Ausschreitungen am 18. September war eine Elfmeterentscheidung in der 88. Minute gegen die Marienberger gewesen. Da Marienberg zu diesem Zeitpunkt des Spiels bereits deutlich mit 5:0 führte, war die sich entladende Wut aus sportlicher Sicht kaum nachzuvollziehen. Mit Sport hatte das, was dann unmittelbar nach dem Schlusspfiff geschah, allerdings ohnehin nichts mehr zu tun. Der dunkelhäutige Schiedsrichter wurde von Marienberger Spielern und Anhängern angegriffen und rassistisch beleidigt.

„Den Kopf abhauen“

Wie Teverener Spieler damals aussagten, flog dabei eine Bierflasche in seine Richtung, ein Beteiligter soll gerufen haben, dem „Schwarzen“ gehöre „der Kopf abgehauen“. Es war wohl zuvorderst einem Teverener Vereinsmitglied, das als Ordnungsdienst eingesetzt gewesen war, zu verdanken, dass nichts Schlimmeres geschah: Der Vereinsfunktionär brachte den Schiedsrichter in Sicherheit. Dann rückte die Polizei an.

Auch der Vorstand des SV Marienberg hatte sich nach dem Spiel deutlich von den Vorfällen distanziert.

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