Räuber schießt Supermarkt-Inhaber nieder

Von: Joachim Rubner
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Schießerei im Supermakt: Nach einem Überfall auf einen Supermarkt an der Sittarder Straße in Aachen flüchtete ein Täter in ein Wohnhaus in der Marienburger Straße. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wieder kam es in Aachen - wie vor kurzem an einer Tankstelle in der Nähe des Europaplatzes - zu einem versuchten Raubmord mit einer scharfen Schusswaffe.

Am späten Samstagnachmittag betrat gegen 17 Uhr ein bislang unbekannter Mann einen kleinen Supermarkt in der Sittarder Straße auf Driescher Hof und bedrohte den Inhaber des Geschäftes, das hauptsächlich von Deutsch-Russen besucht wird, mit einer Pistole. Der Mann forderte die Tageseinnahmen.

Trotz der gezückten Waffe ließ sich der 57-jährige Geschäftsinhaber nicht einschüchtern und versuchte, dem Täter die Pistole zu entreißen. Es kam zu einem heftigen Gerangel, bei dem sich mehrere Schüsse lösten. Der 57-Jährige erlitt dabei einen schweren Treffer und brach zusammen. Ein Mitarbeiter des Supermarktes alarmierte den Rettungsdienst der Feuerwehr, die sofort mit Notarzt erschien.

Nach Aussage von Zeugen dauerte es fast eine halbe Stunde, bis der Zustand des schwerverletzten 57-Jährigen so stabil war, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Dort wurde der lebensgefährlich verletzte Mann sofort notoperiert und konnte gerettet werden. Am Sonntag war sein Zustand nach Aussagen von Polizei und Staatsanwaltschaft stabil.

Bei dem Kampf um die Waffe wurde auch der Täter verwundet, vermutlich ebenfalls schwer. Er konnte zwar noch in Richtung der nahe gelegenen Johannstraße flüchten, doch hinterließ er eine gut sichtbare Blutspur, die zu einem Haus in der nahe gelegenen Marienburger Straße führte, wie Spürhunde des Arbeiter-Samariter-Bundes ganz klar anzeigten. Alle Wohnungen in diesem Haus wurden von der Polizei durchsucht, jedoch ohne den Täter zu finden. Der weitere Fluchtweg des Verletzten blieb unbekannt.

Im Supermarkt nahm während dessen die Spurensicherung ihre Arbeit auf. Die Beamten waren bis weit nach Mitternacht tätig und verließen den Tatort erst gegen 1.30 Uhr. Die Spurensicherung des Fluchtweges bis zur Marienburger Straße dauerte sogar bis 2.30 Uhr. Ein Polizeiwagen blieb auch am Sonntag auf dem Parkplatz des Supermarktes zur Beobachtung.

Die Mordkommission bittet Zeugen, die Angaben zu dem unbekannten Täter und seinem weiteren Fluchtweg machen können, sich unter der Rufnummer 0241-9577-31101 zu melden.
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