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Räuber-Frontsänger aus Würselen erobert die iTunes-Charts

Von: André Schaefer
Letzte Aktualisierung:
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Im Karneval inzwischen eine feste Größe: Räuber-Frontsänger Torben Klein. Foto: Armin Zedler

Aachen. Torben Klein befindet sich seit Mittwoch in einem tiefen Loch. So formuliert er es zumindest, der 39-jährige Frontmann der Kölner Karnevalsband „Die Räuber“. „An Aschermittwoch beginnt das Wundenlecken“, sagt Klein.

Mehr als 200 Auftritte hat der gebürtige Würselener in der jüngsten Session hinter sich gebracht, eine davon bei der Verleihung des AKV-Ordens wider den tierischen Ernst. Strapazen, die aus Kleins Stimme herauszuhören sind. Traurig klingt er allerdings nicht – im Gegenteil: Klein hat allen Grund zur Freude: Die vergangene Session war eine seiner erfolgreichsten.

Denn mit dem Räuber-Song „Dat es Heimat“ hat Klein, der für dessen Text und Komposition mitverantwortlich war, während der jecken Tage für eine kleine Sensation in den i-Tunes-Charts gesorgt – und zwar gleich zweimal: Im vergangenen November gelang Klein und seinen Bandkollegen das Kunststück, Helene Fischers Song „Atemlos“ für acht Tage vom Thron zu stoßen. Ein Jahr lang war dies in der Kategorie Schlager niemandem gelungen.

Sein größter Erfolg

Am vergangenen Freitag war es dann erneut so weit: Binnen weniger Minuten verdrängte der auf Rod Stewarts Welt-Hit „Sailing“ basierende Räuber-Song Fischers „Atemlos“ ein zweites Mal – wenn auch nur für einige Stunden. „Darauf ist man natürlich schon ein bisschen stolz, ist doch klar“, sagt Klein. „Das ist vielleicht auch für mich persönlich mein bislang größter Erfolg.“

Dass es überhaupt mal so weit kommen würde, hatte Klein vor einigen Jahren nicht gedacht. Seit April 2012 gehört der Würselener zu der Kölner Karnevalsband, zuvor stand er für „De Boore“ und einzelne Coverbands auf der Bühne. „Ich habe immer davon geträumt, mein Hobby zum Beruf zu machen“, sagt der gelernte Schornsteinfeger, der sein Glück kaum fassen kann. „Jetzt soll diese Erfolgswelle natürlich anhalten.“

Doch die Konkurrenz, das weiß Klein am besten, ist hart im Kölner Karneval. „Die Leute erwarten jedes Jahr einen neuen Hit von dir“, sagt der 39-Jährige, der bis zum nächsten Auftritt am 15. März erst einmal die Füße hochlegen wird. „Ich brauche jetzt Ruhe“, sagt er. „Dann geht es weiter.“ Mit den Räubern – und vielleicht mit einem neuen Angriff auf die Chartspitze.

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