Köln - Psychisch gestörte Frau gewalttätig: Geldstrafe

Psychisch gestörte Frau gewalttätig: Geldstrafe

Von: ddp-nrw
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Köln. Wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung hat das Kölner Amtsgericht am Donnerstag eine 40-jährige psychisch kranke Frau zu einer Geldstraße von 1350 Euro verurteilt. Die Angeklagte hatte unter Alkoholeinfluss am Pfingstsonntag 2008 nachmittags an einer Bushaltestelle in Köln versucht, bei den wartenden Fahrgästen eine Zigarette zu schnorren.

Als niemand ihrer Bitte nachkam, hatte sie einer 48-jährigen Sekretärin aus Wut darüber in die Haare gegriffen und zu Boden gezogen. Ein Kontrolleur hatte das Geschehen beobachtet und die Polizei alarmiert. Das Opfer war den Beamten mit einem ausgerissenen Haarbüschel in der Hand als Beweismittel entgegen gelaufen.

Strafmildernd werteten die Richter im Prozess die von einem Gutachter verminderte Schuldfähigkeit der Angeklagten, die alkoholbedingt an einer Hirnschädigung leidet und unter Betreuung steht. Allerdings machte das Gericht auch klar, dass „es hier wegen einer Nichtigkeit zu einer Gewaltanwendung in der Öffentlichkeit gekommen ist, die wir nicht dulden können und die erheblich bestraft werden muss”.

Auch der Ankläger hatte in seinem Schlusswort herausgestellt, dass „Bürger zu Recht allergisch reagieren, wenn es in der Öffentlichkeit zu Gewalttaten aus geringstem Anlass kommt”. Die Angeklagte hatte sich an die Tat nicht mehr erinnert, sie allerdings auch nicht bestritten.

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