Mönchengladbach - Prozess um gefälschte Rauchmelder eingestellt

Prozess um gefälschte Rauchmelder eingestellt

Von: dpa
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gefälschte Rauchmelder
Der Prozess gegen zwei Geschäftsleute wegen gefälschter Rauchmelder ist am Dienstag in Mönchengladbach gegen Zahlung von insgesamt 10.000 Euro eingestellt worden.

Mönchengladbach. Der Prozess gegen zwei Geschäftsleute wegen gefälschter Rauchmelder ist am Dienstag in Mönchengladbach gegen Zahlung von insgesamt 10.000 Euro eingestellt worden.

Zwei Schlüsselzeugen der Anklage seien nicht erschienen, begründete das Landgericht diesen Schritt. Zwei 46 und 61 Jahre alte Männer waren beschuldigt, im großen Stil Rauchmelder-Plagiate in China beschafft und mit falschen Prüfsiegeln an große Handelsketten wie Aldi Süd, Plus und Praktiker verkauft zu haben. Die Angeklagten müssen nun jeweils 5000 Euro an die Gerichtskasse zahlen.

Es habe Schwierigkeiten bei der Ladung der beiden wichtigen Zeugen in China gegeben, teilte das Gericht mit. Ein Zeuge sei Manager des Unternehmens, das die Rauchmelder im Original herstelle und Anzeige erstattet habe. Schon 2009 war der Prozess in der gleichen Sache gescheitert, weil die beiden Zeugen trotz erfolgter Ladung nicht erschienen waren. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe bestritten.

Nach Angaben des Gerichts sollen die 46 und 61 Jahre alten Geschäftsleute mehr als 400.000 gefälschte Rauchmelder mit falschen Prüfsiegeln unter anderem von Stiftung Warentest in den deutschen Handel gebracht haben. Der 61-Jährige habe die Originale einer Firma aus Hongkong in Deutschland vertrieben.

Sein Komplize soll 2004 die Fälschungen in China für den deutschen Markt beschafft haben. Ob die Geräte funktionstüchtig waren, sollte der Prozess klären. Allein Aldi Süd sei durch den Rückruf von 370.000 Rauchmeldern ein Schaden von 300.000 Euro entstanden.

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