Roermond - Prozess in Roermond: Drogengeld floss nach Istanbul

Prozess in Roermond: Drogengeld floss nach Istanbul

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
Kokain Drogen Symbol Foto Andreas Arnold/dpa
Abgepacktes Kokain. Symbolfoto: Andreas Arnold/dpa

Roermond. Rund 200 Kilogramm weiche Drogen und kleinere Mengen Amphetamine und Kokain soll eine Bande von fünf Männern nach Deutschland geschmuggelt haben, die sich jetzt vor dem Gericht in Roermond verantworten müssen. Das Quintett hat laut Anklage in sieben Monaten 19 Transporte nach Magdeburg organisiert.

Kopf der Drogendealer soll ein 43-Jähriger aus Venlo sein. Für den illegalen Export wurde eigens ein VW Caddy umgebaut, unter dessen Ladefläche ein Hohlraum geschaffen wurde, der nur digital zu öffnen war.

Im Mai 2015 hatten die deutschen Behörden einen Transport aufgegriffen. Gewaschen wurde das Drogengeld in einem Cafe in Venlo, das auch als Treffpunkt diente, mit dem festen Abnehmer aus Deutschland traf man sich in einem Saunaclub in Roermond.

Von den illegalen Einnahmen sollen diverse Häuser in Istanbul finanziert worden sein, die die Eltern des Hauptangeklagten am Bosporus erworben hatten.

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