Protest statt Karneval: Klimagegner demonstrieren am 11.11. in Bonn

Von: dpa
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Demonstranten Bonn Weltklimakonferenz Klima Archivbild: Roland Weihrauch/dpa
Bereits vergangenen Samstag forderten Demonstranten in Bonn die Umsetzung des Weltklimaabkommens. Archivbild: Roland Weihrauch/dpa

Bonn. Klimagegner aus ganz Deutschland wollen zum Auftakt der Karnevalssession am 11.11. in Bonn für eine umfassende Energiewende demonstrieren. „Der Einsatz wird einer unserer größten im Rahmen des Weltklimagipfels und viele unserer Kräfte den ganzen Tag binden”, sagte ein Pressesprecher der Polizei Bonn am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Bislang sei man nach Angaben der Polizei zuversichtlich, dass die Demonstrationen friedlich verlaufen werden. Insgesamt rechnet die Polizei in Bonn mit rund 8000 Demonstranten, die sich auf zwei Protestzüge verteilen. Darüber hinaus werden 1000 Narren erwartet.

Unter dem Motto „Schluss mit dem faulen Zauber - Wir treiben die bösen Geister des Klimawandels aus” will das Bündnis „No Climate Change”, dem Vertreter von Attac, den Grünen und den Linken angehören, mit 5000 angemeldeten Demonstranten auf die Straße gehen.

Der Demonstrationszug soll sich um Punkt 11 Uhr 11, dem offiziellen Beginn der Karnevalssession, in Bewegung setzen. Die „Großdemo am Weltklima-Aktionstag”, hinter der unter anderem die Bonner Jugendbewegung, die Verdi Jugend und die Bundesweite Montagsdemo stehen, soll mittags stattfinden. Angemeldet sind 3000 Teilnehmer.

Bereits vor Beginn der Weltklimakonferenz hatten Tausende Umweltschützer im rheinischen Tagebau-Revier für einen Kohleausstieg demonstriert. Hunderte der Braunkohlegegner hatten die Herausgabe ihrer Personalien verweigert. Bis jetzt konnten die 700 in den Tagebau Hambach eingedrungenen Demonstranten nicht von der Polizei identifiziert werden.

Die Weltklimakonferenz soll in den kommenden zwei Wochen einheitliche Regeln dafür erarbeiten, wie die einzelnen Länder ihren CO2-Ausstoß messen und angeben.

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