Propaganda-Affäre: Stadt trennt sich von Hartmut Urban

Von: gego/jpm/tp
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Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch gab am Mittwoch vor, die diffamierenden Texte erst jetzt überprüft zu haben, und distanzierte sich von ihnen. Foto: Archiv/Bienwald

Übach-Palenberg. Die Stadt Übach-Palenberg hat die Zusammenarbeit mit Hartmut Urban beendet. Dies teilte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (CDU) am Mittwoch in einer Ausschusssitzung mit.

Vor zwei Wochen hatte unsere Zeitung aufgedeckt, dass Urban, der sich als Journalist bezeichnet, mit Steuergeld unter anderem für die Erstellung von Texten für das Amtsblatt bezahlt wird. Zugleich verbreitet er in einem Internetblog Texte mit teils erlogenem Inhalt über die Kritiker von Bürgermeister und CDU. Die Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen eingeleitet.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch gab am Mittwoch vor, die diffamierenden Texte erst jetzt überprüft zu haben, und distanzierte sich von ihnen. Dabei ist Urban in Übach-Palenberg stadtbekannt, sein Blog immer wieder Stadtgespräch.

Jungnitsch machte außerdem öffentlich, dass Urbans Briefkastenfirma Amtsblatt-Kommunaldruck Ltd. für einen angemieteten Raum in Schloss Zweibrüggen, das der Stadt gehört, lediglich 120 Euro zahlt – pro Jahr. „Es handelt sich um einen Abstellraum“, so Jungnitsch. Auch das Mietverhältnis werde aufgelöst. Urban seien zuletzt 800 Euro plus Umsatzsteuer pro Monat ausgezahlt worden, an die Briefkastenfirma seien weitere 595 Euro pro Monat gegangen. Im Zuge der Recherchen unserer Zeitung hatte Jungnitsch sich mehrfach geweigert, diese Zahlen offenzulegen.

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