Aachen - „Privatissimo“: Professoren stellen sich Wendelin Haverkamp

„Privatissimo“: Professoren stellen sich Wendelin Haverkamp

Von: tka
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Wendelin Haverkamp lädt am 2. Juli zum sechsten Mal zu „Privatissimo“.

Aachen. Wenn Wendelin Haverkamp auf den Informatiker Leif Kobbelt trifft, dann ist ein launiges Wortgefecht programmiert. Denn wenn der Aachener Kabarettist zu „Privatissimo“ lädt, dann müssen sich Hochschul-Asse seinen exzellenten Fragen stellen. Durchaus launig. Aber auch durchaus mit ein paar ernsten Noten.

Leibnizpreisträger steht mit Haverkamp einem wortgewandten Skeptiker der digitalisierten Welt gegenüber. Und in der ist Kobbelt einer der klügsten Köpfe Deutschlands.

Es ist mittlerweile schon die sechste Ausgabe von „Privatissimo“, die am Mittwoch, 2. Juli, um 20 Uhr in Aachen beginnt. Und wieder hat Wendelin Haverkamp sein bewährtes Konzept mit Leben gefüllt. Locker, amüsant und kenntnisreich – so stellt sich der Gastgeber den Abend vor. Und an dem begrüßt er neben Kobbelt den Rektor der Fachhochschule Aachen, Marcus Baumann, und den Aachener Historiker im (Un-)Ruhestand Max Kerner.

Es gibt so viel, was Haverkamp mit den Herrschaften gerne diskutieren möchte: Das Hochschulzukunftsgesetz, die Freiheit der Forschung, , Forschungskritik als Teil des Studiums,die Jülicher Atomkugeln, die Schließung der Romanistik und die Folgen für die Geisteswissenschaften der TH und vieles mehr. „Wir werden nicht um Themen ringen müssen“, sagt der RWTH-Alumnus Haverkamp. Und die Gäste dürfen sich auch gerne selbst hinterfragen. „Techniker zählen sonst ja nicht zu den großen Selbstkritikern. Sie sind so tüchtig, dass sie gar nicht dazu kommen“, fügt er lachend hinzu.

Letztlich gilt: Alles hat seine Zeit und Kurzweil ist angesagt. Die Gesprächsrunden sind nur ein Teil von Privatissimo. „Unterhaltsame Freiübungen zur Kritik der komischen Wissenschaften“ und „Met a Physik kann man alles erklären“ umschreibt Haverkamp das Konzept. Und für Unterhaltungswert stehen natürlich auch die Künstler, die an Haverkamps Seite auftreten: Pianist Uwe Rössler und sein Tiffany-Ensemble nennen sich auch die „großartigsten Geisterfahrer der Salonmusik“. Wenn das kein Spaß wird !? Und der Paderborner Erwin Grosche wird als Clown und Philosoph auftreten – ebenso wie der Gastgeber, der den einen oder anderen Beitrag vorbereitet hat. Langeweile hat in der Couven-Halle der RWTH Aachen jedenfalls Hausverbot.

Wenn Kunst so auf Wissenschaft trifft, dann sind es auf den ersten Blick Welten, die einander begegnen. Auf den zweiten wohl auch. Haverkamp führt sie dennoch zusammen – Kunst und Wissenschaft und ebenso die Aachener und die Hochschulen.

Horizonte erweitern

„Es sollen so Horizonte erweitert werden“, sagt er. Das kommt an: Zu seinen Gästen zählte schon RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg, dessen Kanzler Manfred Nettekoven aber auch ein TH-Hausmeister, aufgenommen wurde die Veranstaltung ins offizielle Programm von „RWTH extern“.

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