Polizistin wegen Erpressung vor Gericht: Aussage verschoben

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Düsseldorf. Im Düsseldorfer Prozess gegen eine Polizistin, die einen Fußball-Bundesliga-Trainer erpresst haben soll, ist die geplante Aussage der Angeklagten überraschend verschoben worden.

Zuvor hatte die Polizei möglicherweise belastende Informationen an die Staatsanwaltschaft nachgereicht. Demzufolge könnte die angeklagte 33-jährige Beamtin vor der geplanten Geldübergabe in einem zivilen Observationswagen eine Kollegin erkannt haben, die sie aus ihrer Ausbildungszeit kannte.

Dem prominenten Opfer war ein Handy gestohlen worden, auf dem intime Fotos gespeichert waren. Nach dem Diebstahl sollen die Polizistin und ihr Freund den Trainer angerufen und 160.000 Euro dafür verlangt haben, dass sie die Fotos nicht an die Presse weitergeben.

Das Opfer schaltete die Polizei ein, ging zum Schein auf die Forderung ein und vereinbarte einen Termin für eine Geldübergabe. Am vereinbarten Treffpunkt in einem Wuppertaler Industriegebiet hatte das Duo dann aber das Handy dort abgelegt und ohne Geld das Weite gesucht. Die Verteidiger hatten dies als freiwilligen „Rücktritt vom Versuch” gewertet, mit dem die Angeklagten straffrei ausgehen könnten.

Sollte die Erpressung aber nur abgebrochen worden sein, weil die Angeklagten von der Observation Wind bekommen hatten, bliebe es beim Anklagevorwurf der versuchten Erpressung. Die Verteidiger kündigten am Montag an, die neuen Informationen zunächst prüfen zu wollen. Der Prozess wird fortgesetzt.
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