Polizisten in Hinterhalt gelockt: Trio zu Jugendstrafen verurteilt

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Köln. Drei junge Männer, die im vergangenen Herbst in Köln zwei Polizisten in einen Hinterhalt gelockt hatten, sind am Freitag zu Jugendstrafen verurteilt worden.

Ein 18-jähriger Angeklagter erhielt eine Jugendstrafe von drei Jahren, ein 17- Jähriger bekam neun Monate auf Bewährung und ein 15-Jähriger wurde zu eineinhalb Jahren mit Bewährung verurteilt.

Das Gericht befand die drei Angeklagten des gemeinschaftlichen versuchten schweren Raubes für schuldig, zwei von ihnen wurden zudem wegen Verabredung zu einem Verbrechen verurteilt. Die Öffentlichkeit war bei dem Prozess ausgeschlossen.

Mit einem Notruf über eine angeblich hilflose Person hatten die Angeklagten im September 2008 zwei Polizisten nach Köln-Rondorf gelockt. Dort wurden die Beamten von den jungen Leuten mit täuschend echt aussehenden Schusswaffen-Attrappen erwartet. Als die Polizisten Warnschüsse abgaben, flüchteten die Täter.

Den Ermittlungen zufolge hatten sie es auf die Polizei-Dienstwaffen abgesehen, mit denen sie Anschläge auf US-Einrichtungen verüben wollten. Bei ihrer Festnahme bezeichneten sich die jungen Männer als „Gotteskrieger”. Auf dem Computer eines der Festgenommenen wurden islamistische Hassvideos entdeckt. Polizei und Staatsanwaltschaft stuften das Trio aber nicht als Terrorzelle, sondern eher als „fehlgeleitete Jugendliche” ein.
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