Polizist nach Bankraub zu Haft verurteilt

Von: dpa
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Mönchengladbach. Wegen eines Bankraubs und der Unterschlagung von Verkehrsunfallakten ist ein Polizist aus Mönchengladbach am Dienstag zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Außerdem muss der 53-jährigen Verkehrskommissar nach Angaben einer Sprecherin des Landgerichtes Mönchengladbach damit rechnen, vom Dienst suspendiert zu werden und keine Pension zu erhalten. Weil keine Fluchtgefahr bestehe, dürfe der Polizist bis zum Haftantritt auf freiem Fuß bleiben.

Der Kommissar hatte den Bankraub, bei dem er im Sommer vergangenen Jahres in einer Sparkassenfiliale 7170 Euro erbeutet hatte, vor Gericht gestanden. Als Grund für die Tat hatte er akute Geldnöte genannt. Mit dem Bankraub hatte der Polizist nach Angaben der Anklage die Zwangsversteigerung seines Eigenheims und die Sperrung seiner Konten verhindern wollen.

Außerdem hatte der Polizist laut Gericht mehr als 20 Akten zu Unfallfluchtdelikten in einem Schrank versteckt und so unerledigt „beiseite geschafft”. Ein weiterer Anklagepunkt wurde aus Mangel an Beweisen fallengelassen. Dem Beamten war vorgeworfen worden, auch für einen früheren gescheiterten Bankraub verantwortlich gewesen zu sein. Dies hatte er aber bestritten.

Aufgeflogen war der Polizist, weil er nach dem Überfall auf die Sparkasse zur Flucht ein Fahrrad benutzte, das er zuvor einem Kollegen am Polizeipräsidium gestohlen hatte. Dabei war er ins Visier einer Überwachungskamera geraten.

Charakteristische Bewegungen und eine auffällige Armbanduhr verrieten den diebischen Polizisten. Mit einem Schal und einer Baseball-Kappe vermummt und mit einer Pistole bewaffnet hatte er am 21. Juli vergangenen Jahres die Sparkassenfiliale überfallen.

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