Polizist gesteht Bankraub

Von: dpa
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Mönchengladbach. Ein Polizist hat am Mittwoch in Mönchengladbach einen Bankraub gestanden.

Der 53-jährige Kommissar gab beim Prozessauftakt vor dem Landgericht nach Angaben eines Gerichtssprechers akute Geldnöte als Grund für die Tat an. Er muss sich wegen schwerer räuberischer Erpressung, Strafvereitelung und Urkundenunterdrückung verantworten.

Mit dem Bankraub hatte der Beamte, so die Anklage, die Zwangsversteigerung seines Eigenheims und die Sperrung seiner Konten verhindern wollen. Zum Verhängnis wurde ihm, dass er das zur Flucht nach dem Überfall benutzte Fahrrad einem Kollegen am Polizeipräsidium gestohlen hatte - und dabei ins Visier einer Überwachungskamera geraten war.

Die Kamera hatte den Fahrrad-Diebstahl aufgezeichnet. Charakteristische Bewegungen und eine auffällige Armbanduhr verrieten den auf Abwege geratenen Gesetzeshüter. Mit einem Schal und einer Baseball-Kappe vermummt und mit einer Pistole bewaffnet hatte er am 21. Juli vergangenen Jahres eine Sparkassenfiliale betreten und 7170 Euro erbeutet. Der Beamte bestritt allerdings, auch für einen gescheiterten Bankraub eineinhalb Jahre zuvor verantwortlich zu sein.

Er gestand wiederum, reihenweise Akten versteckt oder vernichtet zu haben. 49 Verkehrsunfallsachen soll er so auf illegale Art und Weise „erledigt” haben. Bei einer Hausdurchsuchung war belastendes Material entdeckt worden. Der Kommissar hatte die Vorwürfe zunächst geleugnet, aufgrund der Last der Indizien aber schließlich bereits beim Haftrichter ein Geständnis abgelegt.

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