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Polizeikontrollen auf der A44 am Grenzübergang Lichtenbusch

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
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Zunächst kontrollierten die Bundespolizisten auf dem Rastplatz Königsberg an der A44 hinter Lichtenbusch. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Aachener Bundespolizei hat am Dienstagnachmittag gegen 13.30 Uhr am Grenzübergang Aachen-Lichtenbusch auf der Autobahn 44 Kontrollen eingeführt. Autofahrer, die von Belgien nach Deutschland wollen, müssen sich auf Wartezeiten einstellen.

Offiziell sprach die Bundespolizei lediglich von intensivierten „schutzpolizeilichen Maßnahmen im Grenzraum“, an Flughäfen und an Bahnhöfen, doch jeder, der auf der Autobahn 44 von Belgien nach Deutschland fuhr, erlebte, dass wieder kontrolliert wird.

Kurz nach den Anschlägen in Brüssel berieten am Dienstagvormittag hohe Vertreter aus Bundesinnenministerium und Bundespolizei die Lage. Nicht lange nach Beginn der Beratungen erging die Weisung an verschiedene Inspektionen in Nordrhein-Westfalen, Personal nach Aachen abzuordnen, um die völlig unterbesetzte Bundespolizeiinspektion Aachen beim Schutz der deutsch-belgischen Grenze zu unterstützen. Auch andere deutsche Grenzübergänge im Benelux-Raum sollten überwacht werden.

Kurz vor Mittag dann leitete die Bundespolizei wie schon nach den Anschlägen in Paris am 13. November 2015 zunächst auf der deutschen Seite der A44 in Höhe des Parkplatzes Königsberg einen stationären Kontrollpunkt ein. Dazu wurde der aus Belgien kommende Verkehr auf eine Spur verengt. In kurzer Zeit bildete sich ein Stau von fünf Kilometer Länge.

Am frühen Nachmittag dann einigten sich Vertreter von Bundespolizei und Bundesinnenministerium mit der belgischen Regierung darauf, die Kontrollen auf den früheren Grenzübergang Aachen-Lichtenbusch zu verlegen.

Die belgische Polizei stimmte zu, auf der belgischen Seite der A44 - der A3/E40 - einen sogenannten Verkehrstrichter einzurichten, um den von Belgien kommenden Verkehr einspurig auf den Grenzübergang zu führen. So konnte dort jeder Autofahrer wie vor dem Öffnen der Grenze in den 90er Jahre bei Bedarf einzeln kontrolliert werden, und zwar erst von der belgischen und dann von der Bundespolizei. Nach den Pariser Anschlägen hatte die belgische Polizei es noch abgelehnt, einen solchen Verkehrstrichter einzurichten und die Bundespolizei bei den Grenzkontrollen zu unterstützen.

Auch die belgische Polizei verstärkte die Kontrolle des Grenzübergangs Aachen-Lichtenbusch. Auf Anfrage unserer Zeitung wollte sie allerdings keine Angaben darüber machen, ob auch der Grenzübergang nach Belgien in ähnlicher Weise kontrolliert werden soll wie auf deutscher Seite.

Wie lange die Kontrolle der Grenze dauern wird, steht noch nicht fest. Die Bundespolizei teilte mit, auf aktuelle Lageentwicklungen reagieren zu wollen. Die Kontrollen im November und Dezember hatten zum Teil erhebliche Störungen des Verkehrs bis ins Aachener Stadtzentrum verursacht.

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