Aachen - Polizei zieht in Aachen eine positive Rosenmontag-Bilanz

Polizei zieht in Aachen eine positive Rosenmontag-Bilanz

Von: red/pol
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Trotz Pfefferspray und heißem Wasser: Die Aachener Polizei zieht eine positive Bilanz. Foto: Steindl

Aachen. „Insgesamt verlief der diesjährige Aachener Rosenmontagszug ohne Störungen und weitgehend friedlich.“ Diese erfreuliche Bilanz hat am Dienstag die Polizei gezogen. Dennoch kam es zu einigen „karnevalstypischen“ Einsätzen, darunter auch ein kurios anmutender.

So gerieten zwei Personengruppen in der Stiftstraße aneinander – zunächst nur verbal. Doch der Streit mündete in einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei 17 und 32 Jahre alten Männern aus Aachen. Beide wurden durch Schläge leicht verletzt. Gegen beide wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Doch damit nicht genug: Ein 31-jähriger Anwohner hatte die Rangelei mitbekommen – und schüttete durch sein geöffnetes Fenster von oben heißes Wasser auf die beiden prügelnden Männer. Dadurch wurden gleich mehrere Personen leicht verletzt. Auch er muss sich nun in dem Strafverfahren wegen Körperverletzung verantworten.

Ab ins Gewahrsam

Wegen „Gefährdung durch Freisetzung von Giften“ müssen sich nun indes zwei 32 und 27 Jahre alte Männer verantworten. In der Komphausbadstraße zündeten sie „Bengalisches Feuer“ – das kennt man aus Fußballstadien – inmitten einer Menschenmenge. Sie setzten laut Polizei damit gleich mehrere Personen der Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung aus. „Bengalische Feuer brennen bei einer Temperatur von über 1000 Grad und setzen dabei hochgiftige Dämpfe frei“, heißt es im Polizeibericht. Nach derzeitigem Stand wurde jedoch niemand verletzt.

Am Rande des Zuges kam es ansonsten nur vereinzelt zu den üblichen Einsätzen wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Die Aachener Polizei musste gegen elf Personen Platzverweise aussprechen. Drei von ihnen hätten die Sachlage allerdings völlig anders gesehen als die Polizeibeamten „und mussten zur Durchsetzung der Platzverweise in Gewahrsam genommen werden“, heißt es weiter.

Insgesamt sieben Strafverfahren wurden eingeleitet, davon drei wegen Körperverletzung, eines wegen Sachbeschädigung, zwei wegen Widerstands und eben jenes wegen der „Bengalischen Feuer“.

Ein alkoholisierter 26-jähriger Mann machte am Adalbertsteinweg um kurz nach 15 Uhr ganz besonders auf sich aufmerksam. Im Vorbeigehen schlug er mit geballter Faust gegen die Seitenscheibe eines mit zwei Beamten besetzten Streifenwagens. Während der anschließenden Kontrolle war der aggressive Mann nicht zu beruhigen und ging stattdessen auf die Polizisten los. Unter lautstarken Beleidigungen versuchte er nach diesen zu treten und zu schlagen. Zwei Beamte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und zur Wache gebracht. Ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung wurde eingeleitet.

„Wildpinkler“ im Visier

Auch das Aachener Ordnungsamt bilanziert „keine besonderen Vorkommnisse“. Für die Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes seien die Karnevalstage die arbeitsintensivste Zeit des Jahres. Alle verfügbaren Kräfte seien daher auch seit Fettdonnerstag im Einsatz gewesen. Verstärkte Kontrollen gab es vor allem im Bereich des Jugendschutzes. Auch sogenannte Wildpinkler waren im Visier der städtischen Mitarbeiter. Denn in den vergangenen Jahren sei so mancher Hauseingang nicht verschont geblieben, wenn sich ein Betrunkener „erleichtern“ wollte. So mussten zahlreiche Verwarnungsgelder ausgesprochen werden. Auch Bußgeldverfahren wurden eingeleitet.

Polizei wie auch Ordnungsamt betonen, dass die angekündigte und auch gezeigte starke Präsenz der Ordnungshüter auch in diesem Jahr wieder Wirkung gezeigt habe.

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