„Pferd & Sinfonie“: Reiterkunst, Kinoklassiker und Akrobatik

Von: Sabine Rother
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Flott: die Islandpferde Meiersberg. Foto: Steindl
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Wohltätig: Die Abendeinnahmen von 15.000 Euro gehen je zur Hälfte an die „Sternsinger“ und Unicef zugunsten der Flüchtlingskinder im Libanon. Das verkündeten (v. r.) ALRV-Präsident Carl Meulenbergh, die stellvertretende Unicef-Vorsitzende Ann Katrin Linsenhoff, „Sternsinger“-Präsident Klaus Krämer, Reporter Manfred Kutsch und Udo Rüber, Verwaltungsdirektor des Theaters. Foto: Steindl

Aachen. Es gibt sie, die zarte Prinzessin, die im Seidenkleid schwerelos auf einem edlen Pferd sitzt und es ohne Zaumzeug zu den schönsten Variationen der Dressur lenkt: Die erfolgreiche Reiterin Alizée Froment und ihr Rappe Mistral gehörten zu den Stars bei „Pferd & Sinfonie“.

Die Show im ausverkauften Deutsche Bank Stadion ist die zwölfte Ausgabe dieser Reihe, bei der das Theater Aachen mit seinem Sinfonieorchester in Kooperation mit dem ALRV dem Weltfest des Pferdesports kulturellen Glanz verleiht. Die musikalische Leitung lag in diesem Jahr beim Ersten Kapellmeister Justus Thorau. Generalmusikdirektor Kazem Abdullah grüßte per Videobotschaft.

Pferd & Sinfonie – das sind Ideen und Schaubilder, in denen das Können von Pferden und Reitern mit Akrobatik, Witz und Tempo zu einem sinnlichen Erlebnis verschmelzen. Diesmal stand Musik im Mittelpunkt: Klänge zu Kinoklassikern wie „Die Glorreichen Sieben“, „Der Herr der Ringe“, „Fluch der Karibik“ oder „Star Wars“. Moderator Volker Raulf führte mit gewohnter Eleganz durch das Programm, an seiner Seite Dramaturg Christoph Lang, der zu jedem Film etwas erzählen konnte.

Für Schweden, Partnerland des CHIO, gab es ein flottes Abba-Medley, bei dem die schwedische Traberschule Wången eine Traberquadrille beisteuerte und glitzernde Girls auf den Rängen tanzten. Bei einer wilden Jagd der Show & Westernreiter um Josh Clemens sorgte Adler Eika dafür, dass ein paar Zuschauer erschrocken die Köpfe einzogen, als der Raubvogel von einer Stadionseite zur anderen flog.

Zu berühmten Frank-Sinatra-Songs ritten die Geschwister Ingrid und Michael Klimke ihren makellosen Pas de Deux. Mitglieder des Star Wars Stammtischs Aachen ließen die Schwerter leuchten während die gut trainierten Islandpferde Meiersberg die Jedi-Ritter umzingeln.

Die Show leistete sich drollige Komik, etwa mit der Voltigier- und Akrobatikshowgruppe Tra-Volta um Weltcupsieger Daniel Kaiser, die auf einem Piratenschiff-Auto durch das Stadion knatterte und turnte. Die Akteure der Pferdebetriebe Hoffrogge ließen Superman über die Hindernisse „fliegen“. Schön sind die stillen Momente, etwa bei Santi Serra Camps mit seinen beiden sanften Pferden, die sich wie Schmusetiere auf den Rücken rollten.

Dann wehende Schleier – eine Installation von „Trust your ears“, umrundet von den Reitern des Showteams Britta Rasche-Merk. Circensische Raffinessen, klassische Gangarten und reiterliches Können waren Trumpf. Prachtvoll die Limburgse Quadrille zur üppigen Vangelis-Musik aus „1492 – Conquest of Paradise“.

Thorau lenkte das gut eingestimmte Sinfonieorchester durch anspruchsvolle Kompositionen. Der Sinfonische Chor sorgte für Akzente. Schließlich das Finale im Fackelschein zu Elgars „Pomp and Circumstances“. Viel Applaus für einen gelungenen Abend.

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