Pfarren sparen bei Missio-Spende

Von: Robert Esser
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Aachen. Den enormen Spendeneinbruch um mehr als ein Drittel auf 2,18 Millionen Euro im Jahr 2008 hat das in Aachen beheimatete katholische Hilfswerk Missio am Montag vor allem auf die außergewöhnlich hohe Spendenbereitschaft während des Jubiläumsjahres 2007 zurückgeführt.

„Spürbar ist allerdings auch, dass wir im Zuge der Bistumsreform immer weniger Spenden aus den Pfarrgemeinden erhalten”, räumte Missio-Sprecher Jobst Rüthers ein. Auch die Kollekten gingen zurück. 2007, im Vorjahr der Feierlichkeiten zum 175-jährigen Bestehen, hatte das Hilfswerk aus der hiesigen Diözese immerhin 2,44 Millionen Euro an Spenden erhalten - 260000 Euro mehr als vergangenes Jahr.

Bundesweit sinken die Gesamteinnahmen von Missio - inklusive Erbschaften und Nachlässe - seit einigen Jahren. 2008 sammelte man 73 Millionen Euro ein (2007: 78,9 Mill.). Davon gingen über 62,5 Millionen Euro - sieben Millionen weniger als 2007 - an 2500 Projekte in Afrika, Asien und Ozeanien. „Wir wollen unsere kirchlichen Partner in den armen Ländern der Erde langfristig unterstützen. Auch sie sind von der Wirtschafts- und Finanzkrise sehr betroffen”, erklärte Missio-Diözesandirektor Manfred Körber.

2006 hatten die Einnahmen aus Spenden und Kollekten bei 49 Millionen Euro gelegen. Und zwei weitere Jahre zuvor erzielte Missio noch ein Gesamtergebnis in Höhe von 82,5 Millionen Euro - was einem Rückgang um 9,5 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren entspricht.

Trotzdem zeigte sich Missio mit dem aktuellen Jahresergebnis zufrieden und warb um weitere Spenden zugunsten der Weltkirche: „Bildung ist die wichtigste Voraussetzung für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Mit gut ausgebildetem Personal wird die pastorale Arbeit und Seelsorge nachhaltig gefördert”, sagte Missio-Präsident Klaus Krämer.
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