Persönlichkeiten im Plakat-Format

Von: Christina Diels
Letzte Aktualisierung:
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Nachfolger gesucht: Diese 23 Köpfe waren auf dem ersten Plakat „Wir in Nordrhein-WestfalenÓ abgebildet und standen mit ihren Gesichtern für die Marke NRW. Für das zweite Plakat können die Leser unserer Zeitung neue Vorbilder vorschlagen, die sich um NRW verdient gemacht haben.

Aachen. Der langjährige Landesvater von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, lächelt neben der Bratschistin Tabea Zimmermann vom Plakat. Udo Lindenberg zeigt sich im lässig mit Hut und Sonnenbrille. Ein nachgebildeter Neandertaler mit hoher Stirn dreht seinen Kopf zur Seite. Und Karl der Große blickt uns mit großen Augen an. Ende April hat die Landesregierung mit dem Plakat „Wir in Nordrhein-Westfalen” Premiere gefeiert.

Neben dem Landeswappen mit den drei Symbolen für Rhein, Ross und Rose standen 23 prominente Personen aus dem Land mit ihren Gesichtern für die Marke NRW. Jetzt soll es eine Neuauflage des Plakats geben. Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, sind aufgerufen, sich an der Aktion mit Ihren ganz persönlichen Vorschlägen zu beteiligen.

„Die Landesregierung will mit der Aktion das Bewusstsein einer gemeinsamen Identität weiter pflegen und stärken”, sagt Regierungssprecher Hans-Dieter Wichter. Weil die Bevölkerung das erste Plakat mit berühmten Menschen aus allen Landesteilen gut aufgenommen habe, setzt die Landesregierung für die zweite Auflage auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger, sagt Wichter.

Geboren, gestorben, gewirkt

Auch Sie können nun Persönlichkeiten vorschlagen, die sich um NRW verdient gemacht haben. Mit den Porträts der ausgewählten Personen will die Regierung „die Identität des Landes mit all seinen Vorbildern in die Welt hinaustragen”. Wichtig ist der Bezug zum Land. Die Männer und Frauen müssen in NRW geboren oder gestorben sein, hier gelebt oder gewirkt haben.

18 Millionen Menschen leben heute in Nordrhein-Westfalen, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Sie wohnen verteilt auf einer Fläche von 34.080 Quadratkilometern. Weiblich sind rund 52 Prozent der Einwohner, 48 Prozent männlich. Wie alt, wie arm oder wie reich wir sind, ändert sich ständig.

Darüber informiert die Landeszentrale für politische Bildung. Sie zählt rund 30.000 bildende Künstlerinnen und Künstler im Land, mehr als 1300 Autorinnen und Autoren, fast 60 Orchester und 170 Musikschulen sowie mehr als 100 Bühnen für Schauspiel, Kabarett und Tanz. Dazu kommen rund 350 Museen, mehr als 21 Theater in kommunaler Trägerschaft, vier Landestheater und knapp 50 freie geförderte Privattheater.

Und wer im Land hat es Ihrer Meinung nach verdient, mit seinem Gesicht für NRW zu werben? 23 Persönlichkeiten aus verschiedenen Epochen und der Gegenwart sucht die Landesregierung. Die Person kann ein Sportler oder ein Musiker sein, ein Wissenschaftler oder ein Politiker, ein Künstler oder ein Pädagoge, ein Historiker oder ein Geistlicher.

Wiedererkennungseffekt

Im Prinzip kann jeder Vorschlag auf dem Plakat landen. Die Person muss nicht so bekannt sein wie Johannes Rau, aber sie sollte überregional von möglichst vielen Menschen wiedererkannt werden. Denn das Plakat soll ab Herbst im ganzen Land hängen, in den Landes- und Touristikeinrichtungen von Rahden im Kreis Minden bis Hellenthal in der Eifel und von Selfkant an der niederländischen Grenze bis Höxter an der Weser.

Eine Jury trägt die Vorschläge zusammen, bewertet sie und legt die Zusammensetzung des neuen Plakats fest. Dabei achten die Juroren darauf, dass die Auswahl bezüglich der Regionen, des Geschlechts, der geschichtlichen Aspekte, der Lebensräume, Interessen und Themen ausgewogen ist. Im Oktober sollen die 23 Porträts feststehen, die neben dem Landeswappen abgebildet werden.

Für unsere Zeitung sitzt Chefredakteur Bernd Mathieu in dem Auswahlgremium. Dazu kommen die Chefredakteure und Redakteure der beteiligten Medien sowie die ehemalige deutsche Hochspringerin und zweifache Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth, die Programmdirektorin von Radio NRW Elke Schneiderbanger, Musiker und Manager Dieter Gorny, Fritz Pleitgen, ehemaliger WDR-Intendant und heute Vorsitzender der Geschäftsführung des Kulturprojekts „Ruhr 2010”.

Wenn Ihr Kandidat es auf das Plakat „Wir in Nordrhein-Westfalen” schafft, werden Sie zu einem Frühstück mit dem Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers in die Staatskanzlei in Düsseldorf eingeladen. Den Termin für das Frühstück gibt die Landesregierung noch bekannt. Mindestens 23 Teilnehmer sitzen am Tisch. Wird ein Vorschlag mehrfach genannt, werden entsprechend mehr Leute eingeladen. Haben zu viele Leser auf denselben Kandidaten gesetzt, entscheidet das Los, wer zum Frühstück reist.

Vorschläge mit kurzer Begründung einsenden

Bis Samstag, 15. August, können Sie uns maximal drei Vorschläge schicken. Bitte begründen Sie dabei kurz, warum Ihr Kandidat mit seinem Gesicht für NRW werben soll. Ihre Vorschläge leiten wir an die Landesregierung weiter.
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