Pax-Bank-Überfall: Prozess beginnt

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
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Der Überfall auf die Pax-Bank 2014 gilt als einer der spektakulärsten Bankraube der vergangenen Jahre. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Vor dem Aachener Landgericht wird seit Montag der Überfall auf die Aachener Pax-Bank am 19. November 2014 verhandelt. Angeklagt sind Lisa D. (35) und Aderito S.N. (59).

Sie sollen gemeinsam mit drei oder vier bislang unbekannten Mittätern 425.410 Euro, 4800 US-Dollar, 3700 Schweizer Franken und 40 Britische Pfund erbeutet haben.

Im Falle einer Verurteilung droht den Tätern eine Strafe von mindestens fünf Jahren Haft. Beide Angeklagte gehören zur linksextremen Hausbesetzerszene Barcelonas, die Ermittler glauben, dass sich die Szene unter anderem mit Banküberfällen finanziert. 2012 und 2013 sollen Mitglieder dieser Szene zwei weitere Banküberfälle in Aachen verübt haben.

Allerdings musste eine 29-jährige niederländische Anarchistin, die angeklagt war, im Sommer 2013 eine Filiale der Aachener Bank überfallen zu haben, Ende vergangenen Jahres vom Landgericht Aachen aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden. Die Niederländerin unterhält ebenfalls Kontakte zu radikalen Hausbesetzern in Barcelona; der Prozess hatte allerdings ergeben, dass der Überfall 2013 mit großer Wahrscheinlichkeit von Mitgliedern der Szene begangen worden war.

Der Überfall auf die Pax-Bank 2014 gilt als einer der spektakulärsten Bankraube der vergangenen Jahre. Die Täter seien ungewöhnlich professionell vorgegangen, erklärte die Polizei damals, Hinweise auf die Täter erhielten die Ermittler erst lange nach dem Überfall und eher durch Zufall, nämlich allein durch DNA-Spuren.

Beim Auftakt des Prozesses gegen Lisa D. und Aderito S.N. stritten am Montagmorgen Verteidiger, Richter und Staatsanwaltschaft über die Frage, ob den Verteidigern alle Dokumente der Prozessakte im Vorfeld zugänglich gemacht wurden. Der Prozess wurde bis zum 9. Februar unterbrochen.

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