Patentanträge können jetzt in Aachen abgegeben werden

Von: Sarah Thelen
Letzte Aktualisierung:
Patentbriefkasten
Patentanträge können jetzt in einen Briefkasten neben der Hochschulbibliothek eingeworfen werden.

Aachen. Sie sind innovativ und streng geheim: Erfindungen. Fast täglich tüfteln findige Wissenschaftler und Hobby-Forscher in der Technologieregion Aachen neue Ideen aus.

Und auch wenn nicht allen von ihnen der Durchbruch gelingt, ist die Zahl derer, die tatsächlich Schwung in Industrie und Forschung bringen, beachtlich: Allein an der RWTH Aachen zählte das Dezernat für Technologietransfer und Forschungsförderung in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres bereits 125 Erfindungsmeldungen. Und damit aus den Ideen einmal Patente und damit Motoren für Forschung und Entwicklung aus ihnen werden, hat das Patentinformationszentrum (PIZ) der RWTH Aachen jetzt eine Annahmestelle für Patente eingerichtet.

Die soll den formalen Weg zum Patentschein für Erfinder deutlich transparenter und einfacher machen: dazu bietet sie ein Rundum-Paket aller Dienstleistungen, die zur Anmeldung und Genehmigung eines Patents nötig sind. Sechs Mitarbeiter um PIZ-Leiterin Susanne Ruffert organisieren Beratungen durch Patentanwälte oder recherchieren in einer weltweiten Datenbank sicher und schnell, ob die jeweilige Idee tatsächlich neu ist oder bereits existiert.

„Zwar gibt es auch kostenlose online-Dienste, doch die sind meist kompliziert strukturiert und bergen gerade für Laien einige Gefahren und Tücken, die oft zu unschönen Überraschungen führen”, erläutert Ulrike Eich, Leiterin der Hochschulbibliothek, die das PIZ beherbergt.

Waren die Erfinder bisher selbst dafür verantwortlich, dass ihr Patentantrag fristgerecht beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in München einging, ist ab sofort der Stempel der Aachener Annahmestelle maßgeblich. Rund um die Uhr können Erfinder ihre Anträge in einen speziell gesicherten Briefkasten am Eingang der Hochschulbibliothek einwerfen: Für jeden Wochentag gibt es einen Einwurfschlitz, gestempelt wird im Inneren automatisch. „Weil Patentanträge strenger Geheimhaltung unterliegen, ist der Briefkasten tief einzementiert und kann nur von bestimmten Personen geöffnet werden”, versichert Eich.

Vor allem kleinere Handwerks- und Industrieunternehmen sollen von der Einrichtung der Annahmestelle profitieren: Bislang hatten sie lediglich die Wahl, ihren Antrag persönlich in Dortmund oder München abzugeben oder den aufwändigen Postweg zu wählen. „Jetzt sind wir erst einmal gespannt, welche Idee es als erste über Aachen zum Patent schafft”, sagt Eich.

Der neue Patentbriefkasten steht in Aachen direkt neben dem Eingang zur Hochschulbibliothek, Templergraben 61. Das Patentinformationszentrum (PIZ) in diesem Gebäude ist montags bis freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, mittwochs bis 18.30 Uhr. Während dieser Zeit können Erfinder eine kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen. Zwei mal pro Monat finden außerdem Sprechtage mit Patentanwälten statt. Termine und Infos unter 0241/80-94480.
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