„Party auf der Hambachbahn“: Aktivisten protestieren

Von: smb
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Braunkohletagebau Hambach
Am Samstag wollen Braunkohlegegner eine „Party auf der Hambachbahn“ machen und damit den Transport der Kohle zu den Kraftwerken stoppen. Foto: Marius Becker/dpa

Morschenich. Die Braunkohlegegner, die seit Jahren am Rande des Tagebaus Hambach campieren und immer wieder mit Besetzungen von Baggern und den Gleisen der Kohlebahn von sich reden machen, haben für dieses Wochenende wieder zu einer größeren Aktion aufgerufen.

Am Samstag wollen sie eine „Party auf der Hambachbahn“ machen und damit den Transport der Kohle zu den Kraftwerken stoppen. Anlass für die Kampagne „Um jeden Meter kämpfen“ ist der Beginn der Rodungssaison, die von Anfang Oktober bis Ende März dauert.

In dieser Zeit sollen nach Angaben von RWE Power im Hambacher Forst 68 Hektar Wald gerodet werden. Unter dem Waldboden befindet sich Kohle, die in den nächsten Jahren abgebaut werden soll. Die Polizei und der Energiekonzern haben sich auf die Aktion vorbereitet. RWE hat die Sicherheitsvorkehrungen im Bereich der Kohlebahn und des südlichen Tagebaus verstärkt.

Die Aktivisten kündigen an, während der gesamten Rodungssaison Widerstand zu leisten und haben bereits mehrere Aktionswochen mit Blockaden und Sabotagen geplant. „Die Braunkohleförderung und -verstromung gehört zu den weltweit größten Einzelemittenten an CO2. Sie trägt mit zu lebensfeindlichen Verhältnissen, verschlingt ganze Landstriche und löscht sie damit unwiderruflich aus“, begründen die Aktivisten.

Für die zurückliegende Woche hatten die Aktivisten zu einem sogenannten „Skillsharingcamp“ eingeladen – also zu einer Fortbildungswoche für Besetzer, in der auch geübt werde, sich mit Rohren an Schienen anzuketten und Tunnel zu graben.

Zudem bieten die Braunkohlegegner „Rechtsberatung“ für Personen „ohne aktivistische Erfahrung“ an. Bei ihren Aktionen bewerfen die Besetzer Polizisten immer wieder auch mit Beuteln, die mit Kot gefüllt sind. Vergangene Woche haben sie solche Beutel vor der Dürener Polizeiwache abgestellt und dies mit „Unsere Scheiße gegen Eure Gewalt“ kommentiert.

Bereits im August hatten im Rahmen der „Ende Gelände“-Aktion über 1000 Menschen den Tagebau Garzweiler blockiert.

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