Ostbelgische Gemeinden bangen um Kommunalfinanzen

Von: fel
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Ostbelgien/Brüssel. Nach der Zerschlagung des belgisch-französischsprachigen Finanzkonzerns Dexia mehren sich in den Gemeinden Ostbelgiens die Sorgen um die Gemeindefinanzen.

Wie der Belgische Rundfunk berichtet, besitzt praktisch jede Gemeidne in den Ostkantonen Anteile an der Dexia-Bank. Nachdem der belgische Teil des Konzerns am Wochenende aber verstaatlicht worden ist, verbriefen genau diese Anteile nur noch den sogfenannten Bad Bank-Anteil am neuen Konzern Dexia Belgien.

Besonders betroffen sind die Gemeinden Eupen und St. Vith - so hat Eupen fast eine Million Euro in Dexia-Aktion angelegt. In Eupen und anderenorts wird jetzt mit einen Totalausfall möglicher Dividenden gerechnet.

„Die Vorgänge um die Dexia sind für uns extrem ungünstig und mehr als ärgerlich”, sagte der Eupener Kämmerer Martin Orban (CSP). Eupen und viele andere Gemeinden hatten erst 2009 auf Druck der belgischen Zentral- und Regionalregierungen die Anteile am halbstaatlichen Dexia-Konzern aufgestockt.

So nahm Eupen eigens einen Kredit auf, um seinen Anteil um 278.000 Euro auf 36.000 Anteile aufzustocken. Die bittere Erkenntnis: Dividende gleich null - aber der Kredit schlägt noch weitere acht Jahre mit jährlich 35.000 Euro zu Buche.

Der Kämmerer geht mittlerweile davon aus, dass er die ganze Einlage abschreiben kann - das wäre ein Kapitalverlust von 950.000 Euro.
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