Ostbelgien fordert unverzügliche Schließung von Tihange 2

Von: cs
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Bereits im März dieses Jahres hatte das Parlament eine Resolution zu den umstrittenen Pannenreaktoren verabschiedet, darin allerdings – deutlich abgeschwächter – nur eine vorübergehende Schließung gefordert, bis die Sicherheit der Reaktoren nachgewiesen sei. Foto: Oliver Berg/dpa

Eupen/Aachen. Das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens hat seine Tihange-Resolution verschärft und fordert nun wie die Städteregion Aachen und viele weitere Stadträte auf deutscher Seite „die unverzügliche Schließung von Tihange 2 und Doel 3, da die 100-prozentige Sicherheit der Reaktorbehälter sowie der Anlagen auch aus Sicht der belgischen Politiker nicht gewährleistet ist“.

Die Resolution wurde von allen Parteien im Parlament mitgetragen.

Bereits im März dieses Jahres hatte das Parlament eine Resolution zu den umstrittenen Pannenreaktoren verabschiedet, darin allerdings – deutlich abgeschwächter – nur eine vorübergehende Schließung gefordert, bis die Sicherheit der Reaktoren nachgewiesen sei.

Laut Resolution wird die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft angewiesen, nun die Regierungen und Parlamente Belgiens sowie der Wallonischen Region, der Region Brüssel, der Flämischen Gemeinschaft und der Französischen Gemeinschaft über die Position der Ostbelgier zu informieren und sie von ihrer Position zu überzeugen.

Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) äußerte sich am Freitag erfreut über diesen Beschluss. „Die zentralen Inhalte der Resolution stimmen exakt mit unseren Forderungen überein“, betonte er. „Ich bin dem Ministerpräsidenten Oliver Paasch und den Abgeordneten des Parlaments sehr dankbar für diese eindeutige Positionierung.“ Die einstimmigen Entscheidungen auf beiden Seiten der Grenze zeigten, dass es hier nicht um politisches Kalkül, sondern um Menschenleben gehe.

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