Orkan mit Sturm und Schnee im Anzug: Unwetterwarnung

Von: red/dpa
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Mistwetter! Dieser Junge kämpft gegen eine Sturmböe. Symbolfoto: Colourbox

Aachen/Düren/Heinsberg. Der Deutsche Wetterdienst hat für Donnerstagnachmittag bis tief in die Nacht vor orkanartigen Böen in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens gewarnt. Auch danach sollten Karnevalisten Schirm und Regenjacke nicht zu weit weg legen: Für Rosenmontag erwarten die Wetterexperten Regen. Zuvor ist in der Eifel sogar wieder mit Schnee zu rechnen.

Während in der Region die Jecken mit der Weiberfastnacht den ersten Höhepunkt des närrischen Treibens feiern, sei zumeist zwischen 20 Uhr und 3 Uhr am Freitagmorgen mit Böen bis zur Windstärke 11 zu rechnen, die Geschwindigkeiten bis zu 115 Stundenkilometer erreichen können. Im Aachener Raum maßen die Experten bereits am Nachmittag eine 95 Stundenkilometer schnelle Böe.

Bäume könnten entwurzelt und Dächer beschädigt werden, teilte der DWD mit. „Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder  Gegenstände“, hieß es in der Warnung. Fenster und Türen sollten geschlossen werden. Abstand solle man insbesondere von Gebäuden,  Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten. Nach Möglichkeit solle man sich nicht im Freien aufhalten.

Hintergrund ist das Orkantief Thomas. Die Unwetterfront werde am Donnerstagnachmittag von der niederländischen Grenze ins Landesinnere ziehen, sagte Meteorologe Franz Molé vom Deutschen Wetterdienst. Dann könne es im Flachland schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern geben. Im Bergland und in Gewitternähe seien auch orkanartige Böen möglich. „In der Nacht gibt es ein zweites Sturmfeld, das in Nordrhein-Westfalen verbreitet Windstärken von 110 Stundenkilometern bringt“, sagte Molé weiter. Erst in der zweiten Nachthälfte soll der Wind von Westen her nachlassen.

Oberhalb von 300 Metern werden Schneeschauer vorhergesagt. In der Eifel, dem Oberbergischen Land und dem Sauerland müsse in der Nacht bei Temperaturen unter null Grad mit Glätte gerechnet werden. Bei Dauerregen seien im Bergischen Land und im Rothaargebirge seit Dienstagabend 35 bis 70 Liter pro Quadratmeter gefallen, mancherorts sogar 80 Liter. Vor allen an kleineren Flüssen stiegen in der Folge die Pegel.

Für Rosenmontag erwarten die Wetterexperten Regen. Zwar nur „im moderaten Bereich”, wie Meteorologin Maria Hafenrichter vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag in Essen sagte. Es könnten aber fünf, acht oder auch zehn Liter pro Quadratmeter fallen: „Es reicht zum Nasswerden.” Auch windig soll es wieder werden - wenngleich deutlich weniger als am Donnerstag. Immerhin sollen die Temperaturen am Montag nach kühleren Tagen im Flachland wieder zweistellig werden.

Zahlreiche Open-Air-Karnevalsveranstaltungen wurden am Weiberfastnachts-Donnerstag aus Sicherheitsgründen abgesagt. In Essen schloss der Stadtpark „Gruga”, in Dortmund der Zoo. Zahlreiche Kommunen warnten die Bevölkerung vor dem Betreten von Waldgebieten, Parkanlagen und Alleen.

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