Aachen - Ordensverleihung: Medieninteresse ungebrochen groß

Ordensverleihung: Medieninteresse ungebrochen groß

Von: dpa
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Ohne Karl-Theodor zu Guttenberg als Zugpferd verleihen die Aachener Karnevalisten ihren Orden wider den tierischen Ernst an den Schauspieler Ottfried Fischer („Der Bulle von Tölz”). Foto: Harald Kroemer

Aachen. Ohne Karl-Theodor zu Guttenberg als Zugpferd verleihen die Aachener Karnevalisten ihren Orden wider den tierischen Ernst an den Schauspieler Ottfried Fischer („Der Bulle von Tölz”).

Trotz der kurzfristigen Absage des Freiherrn als Laudator sei das Medieninteresse ungebrochen groß, sagte die Sprecherin des des Aachener Karnevalsverein (AKV), Ursula Herrling-Tusch, am Donnerstag.

Wie schon im vergangenen Jahr springt Philipp zu Guttenberg für seinen Bruder in Aachen ein. Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer wird an diesem Samstag für Humor und Menschlichkeit im Amt ausgezeichnet. Die ARD strahlt die Aufzeichnung der Festsitzung am 30. Januar um 20.15 Uhr aus.

Die Ordensverleihung hatte im Vorfeld ganz im Zeichen Karl-Theodor zu Guttenbergs gestanden, der als Vorjahresritter die Laudatio halten sollte. Es wäre der erste große Fernsehauftritt in Deutschland nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister im März letzten Jahres gewesen. Mit seiner Absage an ein schnelles Comeback in der Politik, gab Guttenberg auch dem AKV einen Korb, schon den zweiten.

Seitdem steht Ritter Fischer, der durch den Wirbel in die Nebenrolle geraten war, wieder mehr im Fokus. Er erhält den Orden für seinen „menschlichen Humor und die humorige Menschlichkeit im Amt”. Fischer kritisiere, ohne den Kritisierten zu vernichten. Mit kluger Heiterkeit und verschmitztem Ernst ergreife er Partei für die Schwachen.

Der kleine Bruder Philipp holt für den Ex-Verteidigungsminister mal wieder die Kohlen aus dem Feuer und hält die Laudatio. Philipp hat damit schon Übung: Im letzten Jahr hatte er stellvertretend für Karl-Theodor den Ritterorden entgegengenommen und eine vielbeachtete Ritterrede mit süffisanten Spitzen gegen den Bruder gehalten.

Spannend bleibt die Frage der für den AKV wichtigen Zuschauerquote. Im vergangenen Jahr hatte Ritter Guttenberg trotz Abwesenheit die Quoten-Talfahrt gestoppt. Nach Meinung des WDR hatte der Name gereicht, um die Leute vor den Bildschirm zu locken. Da stand Guttenberg ja auch noch als Minister im Feuer einiger Affären.

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