Opferdynamik und Täterprofile

Von: red
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Aachen. Weshalb trauen sich die Opfer erst jetzt, an die Öffentlichkeit zu gehen?

Das ist eine der Fragen, die im Zuge der Debatte um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen und Schutzbefohlenen durch Kirchenvertreter aufkommt. Denn der größte Teil der Vorfälle hat sich vor Jahren oder sogar Jahrzehnte ereignet.

„Der Grund dafür liegt in dem, was man Opferdynamik nennt”, sagt der Kölner Pastoraltheologe Professor Bernd Lutz. Dazu gehöre bei allen Missbrauchsfällen, dass die Opfer sich selbst die Schuld an dem geben, was ihnen zugestoßen ist. Und das Geschehene über Jahre hinweg verdrängten.

Wie geht die Kirche mit Kritik um?

Über Opferdynamik, aber auch über die Profile der Täter, spricht Bernd Lutz am Donnerstag, 27. Mai, im Aachener August-Pieper-Haus, Leonhardstraße 18. Zudem gibt er einen Überblick über die aktuelle Debatte und stellt zur Diskussion, wie die Kirche mit der Kritik an sich als Institution umgehen soll. Sein Vortrag, den er auf Einladung der Bischöflichen Akademie und des Bischöflichen Generalvikariats hält, steht unter dem Motto „Da wurde meine Seele zerstört”.

Der Referent lehrt Pastoraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Steyler Missionare in St. Augustin. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und wird bis etwa 21 Uhr dauern. Um Anmeldung unter der Veranstaltungsnummer A 18277 wird gebeten bei Gisela Köchig unter 0241/4799622 oder per E-Mail: gisela.koechig@bistum-aachen.de

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