Opfer schießt auf den Täter

Von: Heiner Hautermans
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Ermittlungsarbeit: Beamte des Erkennungsdienstes sichern Spuren nach den Schüssen im Lebensmittelmarkt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der 57-Jährige, der am Samstagabend durch einen Schuss in die Brust während eines Raubüberfalls lebensgefährlich verletzt wurde, befindet sich nach Aussagen von Kollegen im „Mix Markt” an der Sittarder Straße auf dem Weg der Besserung.

Er sei nach der Operation wieder bei Bewusstsein. „Sein Gesundheitszustand ist stabil”, formulierte es Oberstaatsanwalt Robert Deller gegenüber den „Nachrichten”. Allerdings habe er noch nicht vernommen werden können.

Nach Informationen der „Nachrichten” ist der Überfall hochdramatisch vonstatten gegangen. Der unbekannte Räuber bedrohte den Geschäftsführer und forderte die Herausgabe der Tageseinnahmen. Der 57-Jährige setzte sich zur Wehr, wurde beim Gerangel durch einen Schuss sehr schwer verletzt und konnte dennoch seinem Gegenüber die Schusswaffen entwinden.

Auf den in Richtung Sittarder Straße flüchtenden Räuber muss der Geschäftsmann dann noch mehrere Schüsse abgegeben haben, wobei dieser Verletzungen davontrug. Auch ein vorbeifahrendes Auto muss getroffen worden sein, allerdings entstand nur Sachschaden.

Der Mann flüchtete etwa 200 Meter weit in Richtung Johannstraße, wo die durch Suchhunde aufgespürte Blutspur endet. Möglicherweise, so Oberstaatsanwalt Deller, ist der Täter dort in ein Auto gestiegen. Routinemäßig nimmt in derartigen Fällen die Polizei Kontakt zu Krankenhäusern und Ärzten auf, ob jemand dort mit entsprechenden Verwunden aufgetaucht ist, bis Montag ohne Ergebnis. Außerdem wurden am Montag die Anwohner der angrenzenden Häuser befragt.

Fest steht, dass der 57-Jährige, ein Deutscher ukrainischer Abstammung, wohl Glück im Unglück gehabt hat. Deller: „Er wird wahrscheinlich keine bleibenden Schäden davontragen.”
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