Brand - Operation am offenen Gasrohr

Operation am offenen Gasrohr

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
Gasunfall Trierer Straße
Bei Baggerarbeiten an der Trierer Straße ist am morgen eine Gasleitung beschädigt worden. Foto: Harald Krömer

Brand. Während ungezählte Autofahrer aufgrund von höherer - oder besser tieferer - Gewalt im Stillstand verharren, arbeiten Stawag und Feuerwehr auf der Trierer Straße stundenlang unter Hochdruck.

Bei den Sanierungsarbeiten auf Höhe der Einmündung Hochstraße hat ein Baggerfahrer kurz nach 12 Uhr eine alte Gasleitung beschädigt. Der explosive Stoff entweicht in großer Menge.

Um 12.18 Uhr geht der Alarm bei der Feuerwehr ein. Die Häuser im direkten Umfeld, in denen rund 50 Menschen wohnen, werden evakuiert. Die Aseag stellt an der Freunder Landstraße einen Bus als Notunterkunft bereit. Auf dem Parkplatz eines Supermarkts errichtet das DRK vorsorglich ein Betreuungszelt. Die Trierer Straße wird zwischen den Einmündungen Freunder Landstraße und Bilstermühler Straße gesperrt. Auf der großen Ein- und Ausfallachse staut sich das Blech bis weit hinab Richtung Innenstadt.

Heikel gestaltet sich der Einsatz vor allem, weil die alte Niederdruckleitung, Durchmesser 150 Millimeter, nicht über Schieber verfügt, mit denen die Gaszufuhr rasch gesperrt werden könnte. Bei dem beschädigten Rohr handelt es sich um eine Querverbindung, die zwischen zwei parallel laufenden Leitungen in etwa 1,50 Meter Tiefe liegt. Die eigentliche Bruchstelle muss zunächst vorsichtig freigelegt werden.

Gegen 14.35 Uhr macht sich ein Experte daran, das Leck mit Gummibolzen abzudichten. Der Mann wird mit Seilen gesichert, damit man ihn notfalls schnellstmöglich aus der Gefahrenzone herausziehen kann. Wehrleute mit feuerfesten Anzügen und Atemschutzgeräten stehen in Bereitschaft. Kaum fünf Minuten später ist der Gasaustritt gestoppt, auch die Längsleitungen werden neu abgedichtet. Die Querverbindung kann ausgebaut werden.

Um 17 Uhr wird die Evakuierung aufgehoben, ab 18.20 Uhr kann auch der Verkehr wieder fließen - zumindest soweit es das aktuelle Nadelöhr zwischen Brand und Kornelimünster zulässt. Die alte Leitung, welche die Stawag laut Mitteilung ihrer Sprecherin Corinna Bürgerhausen erst 1990 übernommen hat, muss nicht ersetzt werden, da im Zuge des Umbaus eine komplett neue Gasversorgung installiert wird.
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