Ob grau oder lila: Der Nagellack ist erstaunlich schnell ab

Von: Anne Wildermann
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Nagellacke im Test: Die Schülerinnen Kiara Unger, Lilli Stallbaum und Inga Klein stellten eine Versuchsreihe auf. Foto: Wildermann

Kreuzau. Kiara Unger (14) liebt Nagellacke. Egal welche Farbe – mit oder ohne Schimmer-Effekt oder Glitzer. Das ist auch der Grund, warum die Gymnasiastin aus Kreuzau bei Düren mit ihren zwei Schulfreundinnen Inga Klein (13) und Lilli Stallbaum (14) beim Wettbewerb „Jugend testet“ von „Stiftung Warentest“ mitmacht.

„Unser Lehrer hat im Politikunterricht von dem Wettbewerb erzählt, und wir haben daraus dann ein Schulprojekt gemacht“, erzählt Kiara. „Wir sind auch schnell auf die Idee gekommen, Nagellacke zu testen“, sagt ihre Freundin Lilli und breitet die Dokumentationen der Testreihe auf dem Esstisch aus.

Die drei Schülerinnen hatten bereits erste Versuche im Kopf, die sie zu Hause dann umgesetzt haben. „Hätten wir beispielsweise Kaugummi untersucht, hätten wir gar nicht gewusst, wie“, ergänzt Inga.

Für die Teilnahme an dem Wettbewerb ist es egal, welche Produkte die Jugendlichen untersuchen. Zwei Schulkameradinnen haben Brezeln getestet, solche vom Bäcker und welche aus dem Tiefkühlregal.

Im Drogeriemarkt haben die drei Mädchen sechs Nagellacke von unterschiedlichen Herstellern gekauft, die auch preislich weit auseinander liegen. Der günstigste kostet 1,55 Euro und der teuerste Lack 7,95 Euro. Teuer heißt letztlich nicht, dass das Produkt auch gut ist und all das hält, das die Werbung verspricht. Das Rennen machte schließlich der günstigste Nagellack, er erhielt von den Testerinnen die Note „Gut“ (2,8).

Vergleichbare Farben

Damit die Nagellacke vergleichbar waren, mussten die Farben sehr ähnlich sein. „Grau bis hin zu einem leichten Lila-Ton konnten wir am besten vergleichen“, sagt Kiara und stellt die kleinen Fläschchen nebeneinander. Der Politiklehrer gab den Schülerinnen noch zwei übergeordnete Kriterien vor, die für die unterschiedlichen Tests wichtig waren: subjektive und objektive Wahrnehmung.

„Für das subjektive Kriterium haben wir Testbögen für Personen erstellt. Auf denen sollten die Befragten beispielsweise für Blickdichte, Glanz oder Geruch Ziffern von eins bis sechs vergeben. Eins steht für ‚am besten‘ und sechs für ‚am schlechtesten‘“, erklärt Kiara. Insgesamt haben die Mädchen 21 Personen befragt, darunter Passanten unterschiedlichen Alters im Wohnort und sogar einige Jungs von der Schule. „Die haben einen neutraleren Blick dafür“, sagt Kiara.

Objektive Kriterien zählen

Zu den objektiven Kriterien gehören Pinselbreite, gemessen an einem Lineal, Trockenzeit, Preis und Entfernung des Lacks mit Hilfe von Nagellackentferner und Magnetkügelchen. Der Clou der Experimentreihe war der Spültest. In eine blaue Plastikschüssel gaben die Mädchen warmes Wasser und Spülmittel. Auf ein weißes Schneidebrett malten sie von jeder Marke je einen Strich Nagellack und legten das Brett ins Spülwasser.

Das Ergebnis: Bereits nach zwei Minuten lösten sich die ersten Nagellacke. Ob die Mädchen aus dem Kreis Düren gewonnen haben und zur Preisverleihung nach Berlin reisen werden, erfahren sie in den nächsten Wochen.

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