NRW: Weniger Rinder, aber größere Herden

Von: dpa
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Düsseldorf. Die Zahl der Rinder in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen fünf Jahren leicht um 2,6 Prozent zurückgegangen. Im Mai 2012 lebten zwischen Rhein und Weser 1,4 Millionen Rinder.

Auch die Zahl der Halter ging zurück, gleichzeitig wurden die Herden größer. Die Durchschnittszahl eines Betriebs stieg von 63 auf 73 Tiere, teilte das Statistische Landesamt auf dpa-Anfrage in Düsseldorf mit.

Die Zahl der Milchhöfe schrumpfte vom November 2007 bis Mai 2012 um fast ein Fünftel auf 7800. Die Zahl der Milchkühe nahm hingegen leicht um 1,5 Prozent auf 400.500 zu. Die Herdengröße wuchs in dem Zeitraum im Schnitt um 10 auf 51 Tiere.

Hochburg der Rinderhaltung in NRW ist das Münsterland: sowohl bei der Zahl der 5767 Betriebe, als auch bei der Zahl der 523.600 Rinder. Im Regierungsbezirk Düsseldorf lebt dagegen nur halb so viel Rindvieh - aber die Herden sind mit im Schnitt 106 Tieren deutlich größer als im Münsterland (91).

Die Kreise, in denen die meisten Rinder grasen, liegen wie eine Kette nebeneinander am nördlichen Rand von NRW: Spitzenreiter ist der Kreis Borken mit 214 800 Tieren, gefolgt von den Kreisen Steinfurt (131 200) und Kleve (122 200). Der Kreis Kleve hat mit 51 700 Tieren die meisten Milchkühe aufzuweisen.

Die Daten stammen nach Auskunft des Landesamts für Statistik aus dem Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT).

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