Mönchengladbach - NRW-Narren feiern weiter: Veilchendienstagszug in Mönchengladbach

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NRW-Narren feiern weiter: Veilchendienstagszug in Mönchengladbach

Von: dpa
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Veilchendienstagzug
Mit dem Motto „Immer zu zweit - Halt Pohl und All Rheydt!” demonstrieren die Narren den Zusammenhalt der 19975 zusammengelegten Städte Mönchengladbach und Rheydt. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Mönchengladbach. Während am Rhein die Rosenmontagswagen abgewrackt wurden, haben die Narren in Mönchengladbach noch mal richtig aufgedreht: In der Stadt am Niederrhein zogen über 4000 Jecke in farbenfrohen Fußgruppen und auf 70 prächtigen Festwagen durch die Stadt.

Mit dem Motto „Immer zu zweit - Halt Pohl und All Rheydt!”, griffen die Narren die Schlachtrufe der 1975 zusammengelegten Städte Mönchengladbach und Rheydt auf und wollten so den Zusammenhalt der Stadtteile demonstrieren.

Zum ersten Mal fuhr eine Werbekarawane regionaler Sponsoren an der Spitze des Zuges mit. Die Karnevalisten wollten so ihre Kasse aufbessern für die höheren Kosten, die durch mehr Sicherheitsvorkehrungen entstanden sind.

Bis zu 250.000 Narren feierten nach Angaben der Mönchengladbacher Karnevalisten am Straßenrand - nach Polizeiangaben friedlich. Zwei Jecken nahm die Polizei täuschend echte Pistolen ab. Ein Zuschauer wurde durch eine Flasche am Kopf verletzt. Die Umstände waren zunächst nicht geklärt. Und zwei Frauen gerieten sich im wahrsten Wortsinne in die Haare.

Während die Mönchengladbacher durchstarteten, wurden in Düsseldorf zehn der zwölf bissigen Mottowagen vom Rosenmontagszug abgerissen. Den großen Abriss an der Wagenbauhalle des Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly überlebte der Wagen, der Theresa May mit einem Neugeborenen namens „Brexit” zeigte. „Es gibt derzeit Gespräche darüber, den Wagen nach England zu schicken”, berichtete Tilly. Die Darstellung von May in diesem Jahr habe für „Aufregung” in britischen Zeitungen gesorgt, sagte Tilly.

Bei den Kriminalitätszahlen zog die Polizei alles in allem eine positive Bilanz des karnevalistischen Treibens in Köln. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Strafanzeigen von 237 auf 185. Bei knapp einem Viertel der Fälle ging es um Körperverletzung.

Dagegen hatte die Polizei in Düsseldorf seit Altweiber mehr zu tun als im vergangenen Karneval. Sie musste fast 3350 Mal eingreifen, die Feuerwehr zählte mehr als 2000 Rettungseinsätze. Im Vorjahr waren es 3190 Polizei- und 1960 Rettungseinsätze.

Die Polizisten registrierten unter anderem 170 Fälle von Körperverletzung (2017: 146). Die Zahl der Schlägereien sank dagegen von 40 auf 33. 179 Mal gingen die Beamten gegen Randalierer vor - 126 Mal im Vorjahr. Streit musste ebenfalls häufiger geschlichtet werden.

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