NRW-Innovationspreis für Chemikerin aus Aachen

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Ziemlich energiereich: NRW-Preisträgerin Prof. Regina Palkovits.

Düsseldorf. Aufrollbare Bildschirme und Treibstoff aus Holz: Für ihre außergewöhnlichen wissenschaftlichen Arbeiten erhalten drei Forscher den mit insgesamt 200.000 Euro dotierten Innovationspreis 2010 des Landes Nordrhein-Westfalen.

In der Kategorie Nachwuchs wurde Prof. Regina Palkovits (30) ausgezeichnet. Die junge Chemieingenieurin arbeitet an der Entwicklung neuartiger Biokraftstoffe. Seit kurzem ist sie Professorin an der Hochschule in Aachen. „Ihr Ziel ist es, Katalysatoren zu entwickeln, um Pflanzen als Rohstoff zu nutzen und beispielsweise aus Holzfasern flüssigen Treibstoff zu machen”, erklärte das Ministerium.

In der Kategorie Innovation werde der Materialforscher Prof. Klaus Meerholz (47) mit einem Preisgeld von 100.000 Euro geehrt, teilte das Wissenschaftsministerium am Dienstag in Düsseldorf mit. „Innovationen kann man nicht bezahlen, aber belohnen”, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) laut einer Mitteilung.

Der Kölner Wissenschaftler ermögliche mit seiner Forschung extrem flache Lichtquellen - sogenannte organische Leuchtdioden (OLED). Damit werde unter anderem eine neue Generation preiswerter Bildschirme realistisch. OLEDs könnten auch auf flexible Oberflächen gedruckt werden, die sich aufrollen lassen - als Monitore zum Mitnehmen.

Der ebenfalls an der Kölner Universität arbeitende Biochemiker Prof. Günter Schwarz (40) erhält im Bereich Innovation den Sonderpreis mit einem Preisgeld von 50.000 Euro. Schwarz entwickelte einen Wirkstoff zur Therapie der angeborenen und ohne Behandlung tödlichen Stoffwechselerkrankung Molybdän-Cofaktor-Defizienz. Der seltene Defekt galt bislang als irreparabel.

Der Innovationspreis des Landes


Der Innovationspreis des Landes Nordrhein- Westfalen wird jährlich vergeben - und zwar an Forscher, die im Land arbeiten. Die Auszeichnung gehört zu den bedeutendsten Forschungsauszeichnungen und ist in diesem Jahr mit 200.000 Euro dotiert. Mit dem Preisgeld soll die Arbeit der Wissenschaftler unterstützt werden. Neben dem Trio der in diesem Jahr ausgezeichneten Wissenschaftler wird auch mit einem nicht dotierten Ehrenpreis das Lebenswerk einer Persönlichkeit zu technologischem oder gesellschaftlichem Wandel gewürdigt. Dieser Preisträger soll aber erst in einigen Tagen bekanntgegeben werden.
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