NRW gehen die jungen Leute aus: Nur noch zwölf Prozent 15- bis 24-Jährige

Von: Frank Bretschneider, dapd-nrw
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Düsseldorf. Der demografische Wandel ist in Nordrhein-Westfalen voll im Gang: Der Anteil junger Menschen wird im bevölkerungsreichsten Bundesland immer geringer.

So schrumpfte die Zahl der 15- bis 24-Jährigen in den vergangenen 25 Jahren auf zwei Millionen. Damit lag ihr Anteil an der Bevölkerung 2010 bei zwölf Prozent und damit fünf Punkte niedriger als 1985, wie aus dem am Dienstag in Düsseldorf veröffentlichten neuen Statistischen Jahrbuch NRW hervorgeht.

Mit dieser Entwicklung als Folge stetig sinkender Geburtenzahlen verschiebt sich auch das Zahlenverhältnis von älteren zu jungen Menschen. Kamen 2010 auf zehn Senioren über 65 Jahre lediglich sechs junge Leute, waren es 25 Jahre zuvor noch elf. Der Trend setzt sich fort: Weil mit der Zahl junger Menschen auch die Zahl potenzieller Eltern sinke, werde der Anteil älterer Menschen auch wegen der steigenden Lebenserwartung weiter zunehmen, so die Statistiker. Zwtl.: Mehr junge Menschen im Münsterland

Nicht alle Regionen sind von der demografischen Entwicklung gleichermaßen betroffen. So liegt der Anteil junger Menschen im Münsterland, in Teilen Ostwestfalens, dem Sauerland und dem Raum Aachen bei über zwölf Prozent. Dagegen findet sich in weiten Teilen des Ruhrgebiets und der Rheinschiene zumeist nur noch ein Anteil von weniger als elf Prozent. Insgesamt hat jeder Dritte der 15- bis 24-Jährigen einen Migrationshintergrund.

Mit Blick auf Ausbildung und Beruf bescheinigten die Statistiker den jungen Menschen Disziplin: Nur drei Prozent verließen im Schuljahr 2009/2010 eine allgemeinbildende Schule ohne jeglichen Abschluss. Mehr als ein Drittel ging von der Schule mit einer Studienberechtigung ab. Beliebtestes Studienfach ist sowohl bei Frauen wie auch bei Männern Wirtschaftswissenschaften.

Über 60 Prozent der 20- bis 24-Jährigen sind erwerbstätig und können überwiegend vom selbst verdienten Geld leben. Nur 36 Prozent sind in erster Linie auf den Unterhalt durch Angehörige angewiesen.
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