Niederländische Audifahrer fürchten Automatensprenger

Von: dpa
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Geldautomat Gesprengt Sprengung Symbol Symbolbild: dpa/Patrick Pleul
Immer wieder wurden in den letzten Monaten Geldautomaten von organisierten Banden aufgesprengt. Symbolbild: dpa/Patrick Pleul Foto: dpa/Bildfunk

Übach-Palenberg/Mönchengladbach. Besitzer sportlicher Audi-Modelle in Holland bangen wegen der Sprengung von Geldautomaten in Deutschland um ihre Wagen. Die für das Sprengen verantwortlichen Banden nutzen vor allem diese Autos.

Große Audihändler hätten besorgte Nachfragen von Kunden, berichtete die Zeitung „Twentse Courant” am Dienstag. „Wir hören von unseren Kunden, dass sie besorgt sind, was die Sicherheit ihrer Wagen angeht”, sagte ein Sprecher des Audihändlers Muntstad in Utrecht.

Zumeist aus dieser Region sollen nach den Ermittlungen die Täter stammen, die mit gestohlenen Autos nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen starten, dort dutzendfach Automaten sprengen und den Inhalt erbeuten. In der Region wurde ein Audi beispielsweise an Tatorten in Übach-Palenberg und Mönchengladbach-Wickrath gesehen.

Bei Unfällen auf der Rückfahrt von Raubzügen verunglückte Anfang März ein mutmaßlicher Täter aus dem Raum Utrecht mit einem der schnellen Wagen im Emsland, gut einen Monat vorher starben zwei junge Utrechter auf der A57 bei Kamp-Lintfort.

Auch Gebrauchtwagenhändler Harrie van Oort hat besorgte Nachfragen von Kunden, die Diebstähle fürchten. „Das sind Professionals, die wissen, was sie tun müssen”, sagt er über die Kriminellen. Ein wirklich effektiver Diebstahlschutz sei sehr teuer. Die von den Banden bevorzugten Modelle hätten eine Höchstgeschwindigkeit von 280 bis 305 Stundenkilometern und könnten damit jedes Polizeiauto abhängen.