Neunjähriger meldet seine Mutter als vermisst

Von: pol-ac
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<b>Aachen. </B>Ein neunjähriger Junge hat in der Nacht zum Dienstag seine Mutter als vermisst gemeldet.

Um 1.20 Uhr in der Nacht ging der Notruf des verängstigten Jungen bei der Polizei ein. Er erzählte, als er aus der Schule kam, sei seine Mutter nicht zu Hause gewesen. Vater, Tanten, alle seien zu Verwandten ins Ausland gereist. Er habe Angst.

Bei der Polizei ging es dann laut Protokoll folgendermaßen weiter:

1.48 Uhr: Streifenwagen: „Sind bei dem Jungen. Haben die Handynummer der Mutter; Handy ist aus.”

2.00 Uhr: Durchchecken aller Unfälle, ob die Mutter beteiligt war. Negativ. Anfragen an alle Polizeidienststellen, ob die Frau in Gewahrsam ist. Negativ. Anfragen an alle Krankenhäuser in Stadt und Kreis Aachen. Negativ.

2.02 Uhr: Telefonische Ermittlungen bei Bekannten des Jungen. Negativ.

2.09 Uhr: Streifenwagen: „Eventuelle Aufenthaltsorte können zwei Cafés in der Innenstadt sein ... Fahren jetzt mit dem Jungen zu den Cafés und schauen nach.”

3.00 Uhr: Alles negativ. Der Junge kommt bis zur Klärung des Sachverhalts in eine Pflegefamilie.

4.40 Uhr: Die Mutter meldet sich von zu Hause telefonisch bei der Polizei und macht dubiose Angaben über ihren bisherigen Aufenthalt. Ihre Angaben, sie sei im Krankenhaus gewesen, konnten widerlegt werden.

Der Junge blieb vorläufig bei der Pflegefamilie.
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