Aachen/Düren - Neun Jahre Haft wegen Betrugs

Neun Jahre Haft wegen Betrugs

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Düren. Insgesamt neun Jahre Haft hat das Aachener Landgericht wegen Scheckbetrugs und Urkundenfälschung gegen ein Quartett aus Aachen und Düren verhängt.

Die vier Täter zwischen 28 und 56 Jahren hatten zwischen Dezember 2007 und April 2008 Firmenschecks professionell beschafft, teilweise auf dem Postweg gestohlen. Darauf waren Summen zwischen 20.000 und 600.000 Euro ausgewiesen.

Die Schecks wurden auf diverse Firmenkonten des Dürener Geschäftsmanns Wolfgang E. (47) eingereicht, manchmal wurden sie wie beabsichtigt gutgeschrieben, in vielen Fällen jedoch von den Banken wieder storniert.

So platzte beispielsweise die Gutschrift von 550.000 Pfund (etwa 630.000 Euro), bezogen von einer irischen Bank. Das war der letzte Deal des Quartetts vor der Verhaftung. Diese Transaktion hatte die Polizei im Visier und gab der Bank einen Hinweis.

Gesamtschaden: 300.000 Euro

Als Gesamtschaden nannte das Gericht 300.000 Euro. Allerdings: Das angepeilte Betrugsvolumen betrug rund 2,5 Millionen Euro. In einigen Fällen wurde das sogenannte Indossament gefälscht, das ist der Nachweis der Bezugsberechtigung auf der Rückseite eines Orderpapiers. Daher rührt die Anklage auch wegen Urkundenfälschung.

Von den insgesamt 18 angeklagten Scheckbetrügereien blieben letztlich noch 14 übrig. Für Wolfgang E. (47) verhängte die 6. Großem Strafkammer (Vorsitz Richter Hans Laufenberg) daraufhin eine Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen Betrugs und Urkundenfälschung. Der Richter rügte vor allem, dass E. seine neuerlichen Taten unter laufender Bewährung begangen habe.

Ein weiterer Mittäter (48) des Quartetts bekam die höchste Haftstrafe. Der Ingenieur aus Aachen muss für dreieinhalb Jahre hinter Gitter.

Ein weiterer Angeklagter im Alter von 56 Jahren kassierte eine Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten, ein jüngerer Mittäter (28) kam mit einer Bewährungsstrafe davon.
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