Neun Jahre Haft für Autofahrer wegen versuchten Mordes

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Mönchengladbach/Aachen. Ein 28-jähriger Autofahrer ist nach einem tödlichen Unfall in Mönchengladbach wegen versuchten Mordes zu neun Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Als versuchten Mord wertete das Landgericht, dass der Dachdecker sein Opfer - einen aus Aachen stammenden Radfahrer Mitte Zwanzig - sterbend am Straßenrand zurückließ und nicht einmal anonym die Rettungskräfte alarmiert hatte.

Den Tod in Kauf genommen

Weil die Verletzungen so schwer waren, dass der Radfahrer auch bei schneller Hilfe gestorben wäre, werteten die Richter die Tat nicht als vollendeten, aber als versuchten Mord. Denn der unfallflüchtige Fahrer habe den Tod des Verletzten in Kauf genommen.

Der 28-Jährige war trotz Führerscheinentzugs Auto gefahren und hatte dabei nachts am Rand einer Bundesstraße einen Radfahrer angefahren, weil er das Radio bedient hatte und deswegen abgelenkt war. Der Radfahrer starb etwa vier Stunden nach dem Unfall im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Die Nebenklage habe gegen das Urteil Revision eingelegt, sagte ein Gerichtssprecher am Montag.

Neben versuchtem Mord wurde der 28-Jährige auch wegen fahrlässiger Tötung, Unfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis in sechs Fällen verurteilt. Die Polizei hatte den Mann erst durch aufwendige Ermittlungen ausfindig machen können.

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