Neues Schlichtungsverfahren im Kölner Opernstreit

Von: dpa
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Köln. Im Dauerstreit zwischen der Stadt Köln und ihrem Opernintendanten Uwe Eric Laufenberg soll jetzt der Präsident des Bühnenvereins, Klaus Zehelein, vermitteln.

Das bestätigten beide Seiten am Dienstag. In einer Pressemitteilung warf Kulturdezernent Georg Quander dem Intendanten eine „Verweigerungshaltung” vor. Laufenberg weigere sich, wie vereinbart an einem Konzept zu der Frage mitzuarbeiten, wie die städtischen Bühnen von der Spielzeit 2013/14 an mit zwei Millionen Euro weniger auskommen können.

Laufenberg wies Quanders Kritik zurück. Bei dem Schlichtungsverfahren gehe es im Wesentlichen darum, die vorzeitige Auflösung seines Vertrages auszuhandeln, sagte er dpa. Im Interesse der Oper müsse auch zügig geklärt werden, unter welchen Bedingungen sein Nachfolger in Köln anfangen werde.

Der öffentlich ausgetragene Streit zwischen Laufenberg und der Stadt dauert schon Monate. Der Opernintendant hatte zwischenzeitlich mit der kompletten Absage der Saison 2012/2013 gedroht. Er hält das Haus für unterfinanziert. Die Stadtspitze ist der Ansicht, dass angesichts der angespannten Haushaltslage auch die Oper einen Beitrag zum Sparen leisten müsse. Zuletzt hatte bereits der Direktor des Bühnenvereins, Rolf Bolwin, vermittelt. Daraufhin hatte man sich mit langer Verzögerung auf die Finanzierung der kommenden Spielzeit verständigt.

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